DAX gibt weiter nach – Erneute Eskalation im Nahen Osten
Dem Verkaufsdruck an den weltweiten Börsen kann sich auch der DAX nicht entziehen und dürfte nach dem Minus gestern noch einmal leicht schwächer eröffnen.
Mit dem Erreichen des neuen Rekordhochs knapp über 25 900 Punkten ist die Luft für den DAX gleichzeitig immer dünner geworden.
Anlegern fehlten auf diesem Niveau Argumente für weitere Käufe deutscher Aktien, gleichzeitig setzten Gewinnmitnahmen ein.
Zwar nutzten heute die Investoren in Asien die Kursschwäche im Technologie- und speziell im Halbleiterbereich bereits für erste Kaufgelegenheiten. Große Unternehmen wie Samsung Electronics, SK Hynix und TSMC konnten etwas fester aus dem Handel gehen.
Doch die derzeitige Gemengelage bleibt eher toxisch für klassische Aktienanlagen.
Zum einen eskaliert die Situation im Nahen Osten erneut und sorgt für wieder steigende Ölpreise.
Das Abkommen zwischen den USA und dem Iran wackelt.
Öl Chart
Zudem befinden sich die Investoren im Wartemodus, um abzuschätzen, wie weit der Schweinezyklus im Halbleitersektor bereits vorangeschritten ist.
Nicht zuletzt steht die Frage der weiteren Zinsentwicklungen in den USA und Europa im Raum.
Liquidität ist der Treibstoff für die Börse und jegliche Verknappung führt zu einem Stottern des Motors.
Speziell in den USA wird diese Entwicklung mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt.
Deshalb dürften heute die Redebeiträge und das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank in den Fokus der Anleger rücken.
Der Markt erhofft sich daraus Hinweise über den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed.
Aus technischer Sicht könnte sich der DAX heute in einer Handelsspanne zwischen 25 200 und 25 500 Punkten bewegen.
DAX Chart
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