Gold und Silber: Kurzfristig wächst das Risiko für Kursrücksetzer
Gold und Silber zählen langfristig zu den beliebtesten Sachwerten und gelten insbesondere in Zeiten hoher Inflation oder geopolitischer Unsicherheit als klassische Sicherheitsanlagen. Kurzfristig präsentiert sich das Umfeld jedoch deutlich schwieriger. Sowohl die fundamentalen Rahmenbedingungen als auch die Charttechnik sprechen derzeit eher für eine Fortsetzung der laufenden Korrektur als für den Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung.
Nachlassender Inflationsdruck belastet Edelmetalle
Für Gold ist das von besonderer Bedeutung, da das Edelmetall häufig als Inflationsschutz nachgefragt wird.
Lässt dieser Treiber nach, verliert Gold kurzfristig einen wichtigen Unterstützungsfaktor.
Verstärkt wird dieser Effekt durch einen festeren US-Dollar, der Edelmetalle zusätzlich unter Druck setzen kann.
Setupplanung bei Gold
Auch aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild eingetrübt. Die jüngsten Erholungen bei Gold und Silber wirken bislang lediglich wie Gegenbewegungen innerhalb eines weiterhin intakten Abwärtstrends.
Solange keine neuen Aufwärtstrends entstehen, bleiben Rücksetzer das wahrscheinlichere Szenario.

Bei Gold liegt ein mögliches Short-Signal unterhalb von 4.115 USD.
Bleibt der Abwärtstrend bestehen, rückt anschließend sogar der Bereich um 3.900 USD bis 4.000 USD in den Fokus.
Setupplanung bei Silber
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Silber. Ein Unterschreiten von 60,25 USD würde ein weiteres Verkaufssignal liefern.
Der Stop-Loss liegt je nach Handelsstil im Bereich von 62,40 USD bis 63,30 USD. Auf der Unterseite ergeben sich erste Kursziele bei 59,25 USD, 58,90 USD und anschließend im Bereich von 57,10 USD.
Mittelfristig bleibt sogar die Marke von 55,00 USD ein mögliches Ziel.
Langfristig bleibt das Bild konstruktiv
Trotz der kurzfristig schwächeren Aussichten hat sich am langfristigen Charakter von Gold und Silber nichts geändert. Beide Edelmetalle bleiben wichtige Bausteine zur Vermögenssicherung.
Für kurzfristig orientierte Trader spricht das aktuelle Marktumfeld jedoch zunächst eher für Vorsicht auf der Long-Seite und für eine erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber weiteren Abwärtsbewegungen.
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