DAX Marktüberblick am 11. Januar 2022

flatex: Der Deutsche Aktienindex beendete den Montag via Xetra mit einem Abschlag von 1,13 Prozent bei 15.768,27 Punkten. Das Handelsvolumen via Xetra und Börse Frankfurt betrug rund 4,21 Milliarden Euro.

Auch die restlichen umsatzstarken europäischen Leitindizes in Amsterdam, London, Madrid, Mailand, Paris und Zürich fielen zum Wochenbeginn stärker zurück. Der EuroStoxx50 verlor 1,54 Prozent und setzte auf 4.239,52 Prozent zurück.

 

Aktienrückkaufprogramme bei HelloFresh und BASF

Blicken wr noch einmal auf den DAX und ein paar Einzelwerte. Die zuletzt angeschlagen wirkenden Aktien von Delivery Hero, von HelloFresh, die Sartorius Vorzüge und die Aktien von Zalando setzten ihre Abwärtsbewegung fort.

Die Wertpapiere von HelloFresh konnten sich im Späthandel wieder erholen – die Konzernleitung beabsichtigt ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 250 Millionen.

Setzt man einmal dieses Aktienrückkaufprogramm in das Verhältnis des 3 Milliarden Euro schweren Aktienrückkaufprogramms von BASF, dann dürfte dieses auf absehbare Zeit wohl eher nur allgemeine Kurspflege bedeuten.

HelloFresh wies zum Xetra-Schluss eine Marktkapitalisierung von 9,84 Milliarden auf, die BASF 60,7 Milliarden (Aktienrückkaufprogramm der BASF entsprach zum Zeitpunkt der Bekanntgabe etwa 5 Prozent der Marktkapitlaisierung, bei HelloFresh wären es knapp unter 2,5 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung).

 

US-Investor reduziert Engagement bei Deutsche Bank und Commerzbank

Auch im deutschen Bankensektor tat sich am Montag etwas. Der US-Investor Cerberus plant einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge im größeren Stil Wertpapiere der beiden großen deutschen Privatbanken Commerzbank und Deutsche Bank abzustoßen.

Während sich die Wertpapiere des deutschen Bankenprimus Deutsche Bank via Xetra noch im grünen Bereich halten konnten, fielen die Commerzbank-Papiere um über zwei Prozentpunkte zurück.

Die ursprünglichen Pläne weitere Anteile an der Commerzbank vom Staat zu erwerben oder gar eine Übernahme der Commerzbank durch die Deutsche Bank zu konzertieren dürften damit endgültig begraben worden sein.

Cerberus dürfte mit seiner Aktion bis dato einen Verlust eingefahren haben, auch wenn man die Papiere beider Häuser auf Basis der aktuellen Kurse mit einem Paketwert von rund 455 Millionen Euro (259.770.000 für DBK und 194.734.100 für CBK) losschlagen könnte.

 

FED Zinspolitik

Wenden wir uns den USA zu. Nach Ansicht der Investmentbank Goldman Sachs könnten noch dieses Jahr insgesamt vier Zinsanhebungen der Fed möglich sein.

Diese Zinsphantasie war für den US-Aktienmarkt dann doch etwas viel. An der Wall Street setzte sich die Korrektur zunächst fort.

Die drei führenden US-Indizes Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 fielen erst deutlich zurück, konnten sich bis zum Handelsende aber beeindrucken erholen.

Der NASDAQ100 konnte sich sogar mit einem Plus von 0,14 Prozent in den grünen Bereich zurückschrauben und schloss mit 15.614,43 Zählern.

 


 

Wirtschaftskalender

Am heutigen Dienstag wäre insbesondere auf die Reden der beiden Zentralbanker Lagarde (EZB) und Powell (Fed) zu achten sein.

Aus den USA wäre obendrein auf das IBD/TIPP-Geschäftsklima für den Januar und die wöchentlichen API-Rohöllagerbestände zu achten.

Von der Unternehmensseite berichten unter anderem die US-Konzerne Albertsons und TD Synnex von ihren aktuellen Quartalsergebnissen.

 

 

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte und auch die US-Futures gaben am Morgen ein noch recht uneinheitliches Bild ab.

Die ersten DAX-Indikationen lagen am Morgen bei 15.863 Punkten.

 

DAX Chartanalyse

Der Deutsche Aktienindex schloss am Montag via Xetra mit einem Kursverlust von 1,13 Prozent bei 15.768,27 Punkten.

Ausgehend vom Kursverlauf vom Verlaufstief des 20. Dezember 2021 von 15.060,10 Punkten bis zum jüngsten Zwischenhoch des 05. Januar 2022 von 16.285,35 Punkten, wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite möglicherweise näher abzuleiten.

Die Widerstände kämen bei 15.996 und 16.285 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Oberseite von 16.464/16.575 und 17.043 Punkten in Frage.

Zur Unterseite stünden die Bereiche von 15.817/15.673/15.528/15.349 und 15.060 Punkten als Unterstützungen bereit.

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