DAX Marktüberblick am 11. Oktober 2022: Die Gaspreisbremse kommt

flatex: Der Deutsche Aktienindex startet hochvolatil in die neue Börsenwoche.

Intraday ging es mächtig bis auf 12.410,83 Punkte aufwärts, im Tief befand sich der DAX bei 12.174,63 Zählern.

Am Ende des Handelstages gab sich der deutsche Leitindex nahezu unverändert und schloss mit nur einem minimalen Verlust von 0,06 Indexpunkten – das war mit 0,00 Prozent Kursänderung kaum darstellbar – bei 12.272,94 Punkten.

Das Handelsvolumen betrug via Xetra 2,69 Milliarden Euro.

Auch die restlichen umsatzstarken europäischen Indizes in Amsterdam, London, Madrid, Paris und Zürich fielen zurück – der Mailänder FTSE MIB konnte sich minimal in der Gewinnzone halten.

Der EuroStoxx50 beendete den Handelstag mit einem Kursverlust von 0,55 Prozent bei 3.356,88 Punkten.

An der Wall Street schlossen die führenden US-Indizes allesamt mit leichten Abgaben. Darunter verlor der NASDAQ100 mit einem Minus von 1,02 Prozent am stärksten und schloss mit 10.926,97 Punkten.

Würde der NASDAQ100 sein Vor-Corona-Hoch noch testen wollen, müsste er sogar unter die Marke von 10.000 Punkten fallen.

 

Die Gasbreisbremse kommt

Zurück zum deutschen DAX: Die beiden DAX-Chemiewerte BASF und Covestro waren die Tagesgewinner im DAX.

Die Gründe waren in der Vorstellung der Eckpunkte in Sachen „Gasbreisbremse“ zu suchen, die am Montag von der Gaskommission vorgestellt wurden. Man präsentierte einen Mix aus Sonderzahlung und Preisbremse.

Der wirklich große Wurf? Sicherlich nicht, denn vor allem hat man im Vorfeld ja mal wieder zu viel Zeit verstreichen lassen.

Das Gremium machte den Vorschlag, dass Gewerbe und auch Haushalte vom Staat eine Sonderzahlung über einen Monatsabschlagsbetrag erhalten könnten. Noch in diesem Jahr könnte der Staat also zum Beispiel die Dezember-Abschlagszahlung begleichen. Frühestens ab März könnte dann eine Gaspreisbremse kommen.

Diese Gaspreisbremse bietet jedem Kunden ein Förderkontingent von 80 Prozent des Gasverbrauchs – den Rest müssen die Bürger und Betrieb selbst nach Marktpreis bezahlen. Fazit: Es wird viel mit der Gießkanne geschüttet, es kommt wie immer alles zu spät.

Die Gaspreisbremse kommt frühestens ab März und damit zu spät, da die Wintermonate Januar und Februar die höchsten Kosten verursachen, oder? Weiterer Punkt: Ist das nicht ein neues Bürokratiemonster? Fragen über Fragen!

 

 

Deutsche Post überrascht mit guten Zahlen

Blicken wir noch auf einen weiteren DAX-Wert, nämlich die Aktie der Deutschen Post. Die Deutsche Post DHL Group publizierte zum Wochenbeginn die vorläufigen Ergebnisse für das dritte Quartal 2022 und gab auch parallel dazu bekannt, die Ergebnisprognose erhöhen zu wollen.

Die Konzernleitung wies darauf hin, dass das EBIT in dritten Quartal 2022 um 15 Prozent auf rund 2,040 Milliarden Euro kletterte. Im Vergleich zum dritten Quartal 2021 mit 1,771 Milliarden Euro ist dies immerhin eine bemerkenswerte Steigerung.

In den ersten neuen Monaten soll sich das Konzern-EBIT somit auf rund 6,5 Milliarden Euro belaufen. Im Vergleichszeitraum 2021 betrug das EBIT 5,765 Milliarden Euro.

Insbesondere durch die vom Onlinehandel weiter starke B2C-Versandmenge und auch im Expressgeschäft konnte der Konzern überzeugen und auch in den Bereichen Global Forwarding, Freight und Supply Chain konnten die Leistungskennzahlen überzeugen.

 

 

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte wiesen kurz vor dem jeweiligen Handelsschluss mehrheitlich Kursverluste auf.

Auch die US-Futures verloren allesamt.

Die ersten DAX-Indikationen lagen am Morgen bei 12.218 Punkten.

 

 

Charttechnik

Der Deutsche Aktienindex schloss am Montag via Xetra mit einem minimalen Kursverlust (nur 0,06 Indexpunkte im Minus) von 0,00 Prozent bei 12.272,94 Punkten.

Ausgehend vom letzten Zwischenhoch des 16. August 2022 von 13.947,85 Punkten bis zum Zwischentief des 28. September 2022 von 11.862,84 Punkten, wären die nächsten Ziele zur Ober- und Unterseite näher abzuleiten.

Die Widerstände wären bei 12.355/12.659/12.905 und 13.151 Punkten zu ermitteln.

Bei der Marke von 11.863 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Unterseite von 11.558 und 11.371 Punkten lägen die nächsten Unterstützungsbereiche bereit.

Themen im Artikel
flatex Merkmale
  • Online Broker
  • Daytrade Broker
  • CFD Broker
  • Fonds Broker
Disclaimer & Risikohinweis

68,6% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

flatex News

Weitere Trading News