DAX Marktüberblick am 19. Juli 2022: Wirecard, Adyen und Hella

flatex: Der Deutsche Aktienindex konnte sich am Donnerstag zumindest etwas von den Vortagesverlusten erholen. Via Xetra schloss der DAX mit einem Plus von 0,52 Prozent bei 13.697,41 Punkten. Das Handelsvolumen via Xetra betrug rund 2,05 Milliarden Euro und war damit einmal mehr als „dünn“ zu bezeichnen.

Die restlichen europäischen umsatzstarken Leitindizes in Amsterdam, London, Mailand, Paris und Zürich beendeten den Handelstag mit Zugewinnen, während der Madrider Ibex 35 minimal zurückfiel. Der EuroStoxx50 konnte um 0,57 Prozent auf 3.777,38 Zähler zulegen.

Neben einer Reihe von US-Quartalsberichten standen auch neueste Zahlen von europäischen Unternehmen im Fokus.

 

Wirecard und Adyen

Nach der Krimistory rund um ehemaligen DAX-Konzern „Wirecard“ und der Pleite und Abwicklung des Zahlungsabwicklers konnte man am Donnerstag auf den ehemaligen Konkurrenten und nun übriggebliebenen Platzhirsch – die niederländische „Adyen“ schauen. Adyen wickelte Zahlungen mit einem Transaktionsvolumen in Höhe von 345,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2022 ab (dies entsprach einem Plus von rund 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum HI/2021).

In diesem Zeitraum konnte der Konzern einen Umsatz von 608,529 Millionen Euro erreichen (ein Plus im Vergleichszeitraum von 37 Prozent) und wies ein EBITDA in Höhe von 356,4 Millionen Euro aus.

 

 

Mit diesen Daten enttäuschte Adyen jedoch die Analystenschar. Besonders auffällig negativ war der operative Gewinn, der unterhalb des Werts vom ersten Halbjahr 2021 lag. Adyen verdiente im ersten Halbjahr 2022 282,137 Millionen Euro. Das Wertpapier ging an der Euronext Amsterdam mit einem Minus von 3,72 Prozent bei 1.739,80 Euro aus dem Handel (zum Vergleich: Das Hoch lag bei 2.835,00 Euro).

 

Hella mit Unernehmenszahlen

Mit „Hella“ publizierte am Donnerstag auch ein deutsches Unternehmen aus der zweiten Börsenreihe Zahlen. Hella konnte einen währungsbereinigten Umsatz im Geschäftsjahr 2021/2022 (Hella bilanziert jeweils zum 31. Mai) in Höhe von 6,229 Milliarden Euro erzielen (dies war ein Minus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020/2021).

Das bereinigte EBIT wurde mit rund 278 Millionen Euro angegeben – dies entsprach einem Minus von 45,4 Prozent im Vergleichszeitraum (ist aber auf die hohen Forschungs- und Entwicklungskosten zurückzuführen).

Aber: Hella entwickelt sich laut der Konzernführung deutlich besser als der Markt und konnte einen Rekordauftragseingang von rund 10 Milliarden Euro verbuchen.

Für das Geschäftsjahr 2021/2022 wurde eine Dividende von 0,49 Euro vorgeschlagen.

Die Aktie ging via Xetra mit einem Kursplus von 2,71 Prozent bei 70,10 Euro aus dem Handel.

 

 

An der Wall Street schlossen die führenden US-Indizes Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 allesamt nur mit leichten Kurszuwächsen.

Am heutigen Freitag wurden bereits um 08:00 Uhr die deutschen Erzeugerpreise für den Monat Juli ausgewiesen.

Um 10:00 Uhr folgt noch die Leistungsbilanz für die Eurozone im Juni.

Von der Unternehmensseite berichten unter anderem die Konzerne Buckle, Deere & Company, Foot Locker, Madison Square Garden Entertainment und Vishop Holdings von ihren aktuellen Quartalsergebnissen.

 

Chartanalyse

Chartanalyse

 

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte und auch die US-Futures gaben am Morgen ein noch recht uneinheitliches Bild ab, tendierten zur Schwäche.

Die ersten DAX-Indikationen lagen am Morgen bei 13.640 Punkten.

Zur Charttechnik: Der Deutsche Aktienindex schloss am Donnerstag via Xetra mit einem Kursplus von 0,52 Prozent und 13.697,41 Punkten.

Der DAX bildete einen „Inside Day“ aus – aus diesem Grund wäre einmal mehr auf den Kursverlauf vom letzten Zwischentief des 05. Juli 2022 von 12.390,95 Punkten bis zum jüngsten Zwischenhoch des 16. August 2022 von 13.947,85 Punkten abzustellen.

Die nächsten Widerstände wären weiterhin bei der Marke von 13.948 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Oberseite von 14.175/14.315/14.543 und 14.910 Punkten zu ermitteln.

Bei den Marken von 13.580/13.353/13.169 und 12.986 Punkten lägen nach wie vor die nächsten Unterstützungsbereiche.

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