DAX Marktüberblick am 20. Juli 2023: Vonovia führt Erholung im Immobiliensektor an

flatexDer Deutsche Aktienindex beendete den Handelstag via Xetra mit einem leichten Minus von 0,10 Prozent und schloss mit 16.108,93 Punkten.

Das Handelsvolumen via Xetra betrug rund 2,50 Milliarden Euro.

Auch die restlichen umsatzstarken europäischen Leitindizes konnten mehrheitlich Zugewinne erzielen.

In Amsterdam, Mailand, Paris und Zürich konnten sich die Indizes in der Gewinnzone halten. Besonders der Londoner FTSE100 stach hervor und legte um 1,80 Prozent auf 7.588,20 Punkte zu.

Die stärker zurückgegangene Inflation (mit 7,9 Prozent auf 12-Monatssicht immer noch zu hoch) beflügelte die Marktteilnehmer an der LSE offensichtlich.

An der Madrider Börse fiel der IBEX35 um 0,04 Prozent minimal auf 9.451,80 Punkte zurück.

Der EuroStxx50 verlor um 0,17 Prozent auf 4.362,28 Zähler.

An der Wall Street schlossen die Indizes Dow Jons und S&P500 mit moderaten Kursgewinnen, während der NASDAQ100 mit 0,09 Prozent minimal auf 15.826,35 Punkte zurückfiel.

 

Vonovia führt Erholung im Immobiliensektor an

Die beste Aktie war am Mittwoch Vonovia. Das Wertpapier des Immobilienkonzerns konnte via  Xetra um 6,88 Prozent zulegen und auf 21,12 Euro ansteigen.

Auch LEG Immobilien konnte stärker hinzugewinnen, aber insbesondere die Papiere von Hypoport, die um 17,21 Prozent auf 180,50 Euro nach oben schossen.

Die Erholungswelle im Immobiliensektor wurde zunächst noch durch eine Studie der Deutschen Bank vom Dienstag befeuert, bekam aber auch zusätzliche Nahrung durch zuletzt zurückkommende Renditen der Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit (sackte in den letzten Tagen von rund 2,65 auf rund 2,40 Prozent am Mittwoch ab).

Dies ist insbesondere auch in Bezug auf Finanzierungen von Immobilen nicht ganz unwichtig. Die Finanzierungszinsen im Immobilienbereich hatten sich seit dem Jahresbeginn übergeordnet betrachtet seitwärts entwickelt.

 

ASML Holding vermeldet Umsatzsteigerung im zweiten Quartal

Im Zentrum des Anlegerinteresses standen auch am Mittwoch einmal mehr die Quartalszahlen vieler Großkonzerne. Schauen wir zunächst auf die Quartalszahlen der niederländischen Aktiengesellschaft ASML Holding.

Der Konzern „ASML“ publizierte das neueste Zahlenwerk für das zweite Quartal 2023 und wies mit 6,902 Milliarden Euro Umsatz in QII/2023 im Vergleich zu 6,746 Milliarden Euro in QI/2023 einen höheren Umsatz aus.

Der Überschuss sank im Vergleich zum ersten Quartal 2023 von 1,956 Milliarden Euro auf 1,942 Milliarden Euro nur leicht – das EPS sank im Vergleichszeitraum von 4,96 Euro auf 4,93 Euro nur leicht.

Der Konzern wies eine Bruttomarge von 51,3 Prozent in QII/2023 aus – QI/2023 waren es 50,6 Prozent.

 

Gewinnüberraschungen und Enttäuschungen aus den USA

Vor allem aus den USA prasselten wieder Dutzende von Unternehmensnachrichten auf die Anleger nieder.

Unter anderem überzeugten die Unternehmen Commerce Shares, Elevance Health, Carvana, Baker Hughes, Nasdaq, U.S. Bancorp mit stärker als prognostizierten Gewinnen je Aktie und über dem Marktkonsens liegenden Umsätzen.

Es gab mit First Horizon, Northern Trust, Halliburton, Citizens Financial und Ally Financial aber auch Unternehmen, die zum Teil die Erwartungen verfehlten.

 

Goldman Sachs verfehlt Gewinnschätzungen im zweiten Quartal

Ein Konzern stach am Mittwoch hervor und das war die US-Großbank Goldman Sachs. Goldman Sachs publizierte einen Gewinn je Aktie von 3,08 US-Dollar und verfehlte damit den Konsens von 3,16 US-Dollar, der bereits sehr niedrig angesiedelt war.

Im Vorjahresquartal lag der Wert noch bei 7,73 US-Dollar. Die Erträge der Bank in Höhe von 10,9 Milliarden US-Dollar überstiegen zumindest die Schätzung von 10,46 Milliarden US-Dollar, doch im Vorjahresquartal lag dieser Wert noch bei 11,86 Milliarden US-Dollar.

Die Kreditvorsorge lag im zweiten Quartal bei 615 Millionen US-Dollar.

Wie man es einer Meldung von Stock3 entnehmen konnte, waren im „Earnings-Call“ von Goldman Sachs Angaben gemacht worden, dass die Kunden im zweiten Quartal größtenteils im „Risk-off-Modus“ unterwegs waren – vor allem die Aktivität im Investment-Banking befand sich in QII/2023 auf einem Dekadentief.

Insgesamt betrachtet musste man bei Goldman Sachs demnach kleinere Brötchen backen.

 

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Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte und auch die US-Futures gaben am Morgen noch ein recht uneinheitliches Bild ab.

Die ersten DAX-Indikationen lagen am Morgen bei 16.103 Punkten.

 

 

Charttechnik

Der Deutsche Aktienindex ging am Mittwoch via Xetra mit einem Kursverlust von 0,10 Prozent bei 16.108,93 Punkten aus dem Handel.

Ausgehend Verlaufstief des 28. September 2022 von 11.862,84 Punkten bis zum Rekordhoch des 16. Juni 2023 von 16.427,42 Punkten, wären die nächsten übergeordneten Ziele zur Ober- und Unterseite zu ermitteln.

Die Widerstände kämen bei der Marke von 16.427 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Oberseite von 17.094/17.505 und 18.171 Punkten in Betracht.

Bei den Marken von 15.451/14.684 und 14.145 Punkten könnten die nächsten Unterstützungsbereiche liegen.

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