DAX Marktüberblick am 24. November 2022: Deutschland steuert möglicherweise auf auf eine Rezession zu

flatex: Der Deutsche Aktienindex schloss am Mittwoch via Xetra mit einem minimalen Kursplus von 0,04 Prozent bei 14.427,59 Punkten.

Das Handelsvolumen via Xetra betrug rund 2,46 Milliarden Euro und blieb damit einmal mehr recht „dünn“.

Die restlichen umsatzstarken europäischen Leitindizes in Amsterdam, London, Madrid, Paris und Zürich konnten Zugewinne ausweisen, während der FTSE MIB in Mailand minimal zurückfiel.

Der EuroStoxx50 schloss mit einem Kursplus von 0,42 Prozent bei 3.946,44 Zählern.

An der Wall Street schlossen die führenden US-Indizes Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 allesamt mit Kursgewinnen. Von Gewinnmitnahme vor dem US-Feiertag also keine Spur.

Einmal mehr konnte der NASDAQ100 am kräftigsten zulegen und ging mit einem Plus von 0,97 Prozent und 11.838,72 Punkten aus dem Handel.

Am heutigen Donnerstag wird den europäischen Indizes – so auch dem DAX – wohl spätestens zum Nachmittag der Impuls der Wall Street fehlen.

In den USA bleiben die Börsen geschlossen – man erfreut sich am US-Nationalfeiertag „Thanksgiving“ und der ein oder zwischen New York und Los Angeles wird wohl nur noch an den saftigen Truthahnbraten denken.

 

Deutschland steuert möglicherweise auf auf eine Rezession zu

Am Mittwoch wurde eine Reihe von Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe, den Dienstleistungssektor und den Index Gesamt (Composite) für den Monat November publiziert.

Die Daten wurden jeweils für Frankreich, Deutschland, die Eurozone, Großbritannien und die USA veröffentlicht. Vor allem auf die Daten aus Deutschland und der Eurozone soll hier explizit geblickt werden.

Der deutsche Einkaufsmanagerindex für die Industrie wurde mit 46,7 Punkten zwar weiterhin unterhalb der Expansionsschwelle von 50,0 Punkten ausgewiesen, immerhin notierte er mit diesem Wert aber sogar auf einem Zwei-Monatshoch. Die Talfahrt hat sich folglich verlangsamt.

Der Dienstleistungssektor für Deutschland gab sich mit 46,4 Punkten auf einem ähnlichen Niveau weiter schwach. Beschönigen muss man an diesen Daten dennoch nichts, denn die Industrieproduktion und auch die Geschäftstätigkeit im Servicesektor sind geschrumpft.

Phil Smith von S&P Global verwies im Rahmen der aktuellen konjunkturellen Lage darauf, dass Deutschland wahrscheinlich auf eine Rezession zusteuere.

 

 

Auch im Hinblick auf die Eurozone konnte eine Verlangsamung bei der Talfahrt registriert werden. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie wurde mit 47,3 Punkten publiziert, der für den Servicesektor mit 48,6 Punkten und der Gesamt-Index mit 47,8 Punkten.

Der Experte Chris Williamson von S&P Global verwies wie sein Kollege Phil Smith auch für die Eurozone auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass das BIP der Eurozone bereits im vierten Quartal 2022 mit einer Rate von 0,2 Prozent schrumpfen könnte.

 

 

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte wiesen kurz vor dem jeweiligen Handelsschluss noch gemischte Ergebnisse auf.

Die US-Futures konnten seit der asiatischen Handelszeit mehrheitlich zulegen. Die US-Börsen bleiben heute aber geschlossen.

Die ersten DAX-Indikationen lagen am Morgen bei 14.439 Punkten.

 

 

Charttechnik

Der Deutsche Aktienindex ging am Mittwoch via Xetra mit einem Kursgewinn von 0,04 Prozent bei 14.427,59 Punkten aus dem Handel.

Ausgehend vom Kursverlauf vom Zwischenhoch des 15. November 2022 von 14.440,78 Punkten bis zum Zwischentief des 17. November 2022 von 14.149,70 Punkten, wären die nächsten Ziele zur Ober- und Unterseite näher abzuleiten.

Die Widerstände wären bei der Marke von 14.441 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Oberseite von 14.509/14.552/14.621/14.732 und 14.801 Punkten zu ermitteln.

Bei den Marken von 14.372/14.330/14.295/14.261/14.219 und 14.150 Punkten lägen die nächsten Unterstützungsbereiche bereit.

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