DAX Marktüberblick am 7. Januar 2022

flatex: Der Deutsche Aktienindex beendete den Donnerstag via Xetra mit einem Kursverlust von 1,35 Prozent bei 16.052,03 Punkten. Mit 15.988,63 Punkten als Tagestief machte der DAX intraday bereits einen Ausflug unter die 16.000-Punkte-Marke. Das Handelsvolumen via Xetra und Börse Frankfurt betrug 4,25 Milliarden Euro.

Wieder gehörte die Aktie von Delivery Hero mit einem Minus von 5,46 Prozent via Xetra zu den stärksten Verlierern und schloss bei 84,86 Euro. Vom Mehrjahreshoch von 145,40 Euro ist das Wertpapier damit auf besten Weg sich im Wert zu halbieren, während so manche Investmentbank sogar bereits in diesem Jahr Kursziel von 145 bis 195 Euro auswirft.

Was muss da konzerntechnisch passieren, damit solche Werte noch gehoben werden könnten?

 

Inflationsdaten

Kommen wir vom DAX und bleiben aber in Deutschland und schauen auf die jüngst publizierten voraussichtlichen deutschen Inflationsdaten.

Die Inflationsrate für den Monat Dezember wurde vom „Statistischen Bundesamt“ (Destatis) mit voraussichtlich 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und mit 0,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat angegeben.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen voraussichtlich um 6,0 Prozent zum Vorjahreswert, aber ganz stark vor allem kletterten die Preise für Energie – diese verteuerte sich um voraussichtlich 18,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert.

Die Inflation zog demnach so stark wie zuletzt im Juni 1992 an.

In einem Bericht zu den Auswirkungen der Energiewende auf die Inflation gehen die Experten von Goldman Sachs Yulia Zhestkova und Daan Struyven davon aus, dass die Inflation weiter angeheizt werden dürfte und eine Rückkehr zu den Inflationsraten aus der Prä-Pandemiezeit nicht zu erwarten wäre.

Die Energiepreise gehören seit rund einem Jahr und darüber hinaus zu den größten Treibern der Inflation – die Energiewendebestrebungen und CO2-Besteuerungen in vielen Ländern treiben die Inflation zusätzlich an.

 

Weitere Märkte

Blicken wir kurz auf die restlichen Märkte der Eurozone. Die umsatzstärksten europäischen Leitindizes in Amsterdam, London, Madrid, Mailand, Paris und Zürich wiesen durchweg Abgaben auf.

Der EuroStoxx50 schloss mit einem Minus von 1,53 Prozent bei 4.324,81 Zählern.

In den USA erschwerte die sich fortsetzende Zinserhöhungsdiskussion der FOMC-Notenbanker den Aktienbullen das Leben. FOMC-Bullard brachte den März bereits als Zinserhöhungstermin ins Spiel.

An der Wall Street gingen die führenden US-Indizes Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 allesamt mit überwiegen leichten Kursverlusten aus dem Handel.

Der Dow Jones verlor mit 0,47 Prozent auf 36.236,47 Punkte und damit am „stärksten“.

 


 

Wirtschaftskalender

Am heutigen Freitag wurden bereits um 08:00 Uhr deutsche Daten für den November zur Industrieproduktion und zur Handels- und Leistungsbilanz veröffentlicht.

Um 11:00 Uhr wäre auf das Dezember- Dienstleister-, Industrie-, Verbraucher- und Wirtschaftsvertrauen für die Eurozone, sowie auf das Dezember Geschäftsklima, die Dezember-Verbraucherpreise und die November-Einzelhandelsdaten für die Eurozone zu achten.

Das Highlight des Tages werden die um 14:30 Uhr anstehenden US-Arbeitsmarktdaten für den Dezember sein.

Von der Unternehmensseite berichten unter anderem die US-Konzerne Acuity Brands und The Greenbrier Companies von ihren aktuellen Quartalsergebnissen.

 

 

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte wiesen zum Wochenschluss mehrheitlich Kursgewinne auf und auch die US-Futures kletterten durchweg aufwärts.

Die ersten DAX-Indikationen lagen am Morgen bei 16.055 Punkten.

 

DAX Chartanalyse

Der Deutsche Aktienindex schloss am Donnerstag via Xetra mit einem Kursverlust von 1,35 Prozent bei 16.052,03 Punkten.

Ausgehend vom Kursverlauf vom Verlaufstief des 30. November 2021 von 15.015,42 Punkten bis zum Zwischenhoch des 05. Januar 2022 bei 16.285,35 Punkten, wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite möglicherweise näher abzuleiten.

Die Widerstände kämen bei 16.285 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Oberseite von 16.471/16.585/16.770 und 17.070 Punkten in Frage.

Zur Unterseite stünden die Bereiche von 15.986/15.800/15.650/15.501/15.315 und 15.015 Punkten als Unterstützungen bereit.

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