DAX: Mögliche Streiks könnten Hersteller unter Druck setzten

  • Mögliche Streiks in Deutschland bedrohen heimische Hersteller
  • DAX® prallt an der Unterstützungszone bei 13.200 Punkten ab
  • ProSiebenSat1 (PSM.DE) verbucht nach einer Aufstufung durch die Deutsche Bank den größten Gewinn

XTB: Nach einer deutlich schwächeren US-Sitzung war auch an den asiatischen Aktienmärkten die Stimmung eher gemischt. Die Aktien in Europa haben am heutigen Handelstag jedoch höher eröffnet. Nicht schlüssige Lohnverhandlungen zwischen der IG Metall und einigen der größten deutschen Hersteller könnten zu landesweiten Streiks führen.

DAX Chart 31.02.2018
Der DE30 prallt an der Unterstützungszone bei 13.200 Punkten ab. Quelle: xStation5

Bei einem Blick auf den DE30-Tageschart kann man sehen, dass die jüngste Korrekturbewegung durch das Unterstützungsniveau bei 13.200 Punkten gestern gestoppt wurde. Nach der Eröffnung bewegte sich der deutsche Leitindex in Richtung des Widerstands bei 13.330 Punkten. Wenn die Bullen diesen Bereich jedoch erreichen wollen, müssen sie sowohl den 8er als auch den 21er EMA überwinden, die als lokale Widerstandsniveaus fungieren können.

Sollten die Gewinne allerdings nicht gehalten werden, wäre ein schärferer Pullback nicht auszuschließen, da es keinen wichtigen Unterstützungsbereich in der nahen Umgebung oberhalb der 13.200 Punkte gibt. Die nächste wichtige Unterstützung liegt bei 12.900 Punkten und markiert die untere Grenze des Konsolidierungsbereichs Ende 2017.

Katerstimming in den USA
An der Wall Street verschlechterte sich die Stimmung gestern, da alle wichtigen Indizes Kursrückgänge verzeichneten. Die Aktien aus dem Gesundheitssektor kamen unter Druck, nachdem Amazon, Berkshire Hathaway und JPMorgan eine Zusammenarbeit bei der Bereitstellung von Gesundheitsdienstleistungen für ihre Mitarbeiter angekündigt hatten.

Ein weiterer Faktor, der möglicherweise zu den Rückgängen beitragen hat, sind die Gewinnmitnahmen einiger Anleger nach dem besten Januar seit über zehn Jahren. In Asien war der Handelstag recht gemischt, da die chinesischen und australischen Aktien stiegen, während die japanischen Aktien Verluste verbuchten. Chinas Hang Seng CE (CHNComp) legte um 1,3% zu, der australische S&P/ASX 200 (AUS200) um 0,25%, während der japanische Nikkei 225 (JAP225) um 0,83% nachgab.

Europäische Indizes im Fokus
In Europa kletterten die Aktienmärkte bei der Eröffnung höher. Das deutsche verarbeitende Gewerbe befindet sich momentan in einer schwierigen Phase, da die Tarifverhandlungen zwischen der IG Metall und den Industriegiganten Siemens und Daimler keine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung brachten.

Die IG Metall ist eine Gewerkschaft, die fast 4 Millionen deutsche Arbeitnehmer repräsentiert und seit Anfang des Jahres rund eine Million Arbeitnehmer mobilisiert hat. Da die Gespräche nicht schlüssig waren beschlossen die Arbeiter in dieser Woche eine Reihe von ganztägigen Streiks durch ganz Deutschland. Darüber hinaus sollten die Worte der britischen Premierministerin Theresa May erwähnt werden, die sich auf die jüngsten Äußerungen bezog, sich von ihren Parteimitgliedern verdrängen zu lassen.

Frau May sagte, dass sie nicht aufgeben würde und einen Job zu erledigen habe. Nach der ersten Handelsstunde gewinnt der DAX® (DE30) 0,38% an Wert, der französische CAC 40 (FRA40) 0,29%, während der britische FTSE 100 (UK100) nahezu unverändert blieb.

Unternehmensnachrichten
ProSiebenSat1 Media (PSM.DE) ist heute Morgen im DE30-Vergleich mit Abstand der beste Performer. Zurückzuführen ist dies vor allem auf eine Aufstufung durch die Deutsche Bank. Diese hat das Unternehmen von “”Halten” auf “Kaufen” aufgestuft. Nach der ersten Handelsstunde hat die ProSiebenSat1-Aktie um 4,3% zugelegt.

Infineon Technologies (IFX.DE) könnte eine weitere interessante Aktie sein, die Anleger beobachten sollten. Grund hierfür ist ein Interview bei Bloomberg News mit Veysel Taze, Analyst bei Oddo BHF. Taze sagte, dass die reduzierte Umsatzprognose nicht nur durch die Wechselkursrisiken erklärt werden kann, auf die das Unternehmen bereits hingewiesen hatte. Seiner Meinung nach hat Infineon mit der Wachstumsstagnation im Kerngeschäft zu kämpfen. In Kombination mit Streiks der Arbeitnehmer, die im ganzen Land zu beobachten sind, könnte die Infineon-Aktie unter Druck geraten.

 

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