DE30: Deutsche Wirtschaft im Schatten der US-Autozölle

XTBIn Europa war der Beginn des europäischen Handels nach einer Rallye an der Wall Street als Reaktion auf die dovische Haltung des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell recht erfolgreich. Dies ist allerdings kein Faktor, der den Aktienmarkt langfristig in die Höhe treiben könnte. Anstatt sich auf die Möglichkeit niedriger Zinsen in den kommenden Quartalen zu konzentrieren (im Vergleich zum vorherigen Szenario), könnten Investoren den Handelsspannungen mehr Aufmerksamkeit schenken.

Nicht nur der Handelsstreit zwischen den USA und China spielt hier eine Rolle.

Erinnern wir uns, dass Donald Trump Anfang dieser Woche damit drohte, nach dem G20-Gipfel in Buenos Aires am Wochenende Zölle auf EU-Autoimporte zu erheben.

 


 

Ein Zollsatz in Höhe von 25% für alle Fahrzeuge mit Ausnahme der aus Mexiko und Kanada eingeführten Fahrzeuge wurde erwähnt. Das Weiße Haus hat sich jedoch wiederholt dazu verpflichtet, die Zölle auf europäische und japanische Waren nicht voranzutreiben, zumindest solange es konstruktive Fortschritte bei den Verhandlungen gibt.

Angesichts der Tatsache, dass der Automobilsektor für die deutsche Wirtschaft von großer Bedeutung ist (eine Änderung der CO2-Emissionsnormen war einer der Hauptgründe für den jüngsten Einbruch der Produktion und ein schwächer als erwartetes BIP-Wachstum im dritten Quartal), könnte es interessant sein, die Auswirkungen auf die Wirtschaft zu bewerten, wenn die USA sich für die Einführung neuer Zölle entscheiden.

 

Die deutsche Wirtschaft dürfte unter möglichen US-Zöllen auf Autoimporte leiden. Quelle: Bloomberg

 

 

Nach der von Bloomberg erstellten Medianschätzung könnte die deutsche Wirtschaft 2019 zwischen 0,3 und 0,4 Prozentpunkten schrumpfen. Auch wenn das Weiße Haus sich nicht dafür entscheidet, die EU bereits nächste Woche mit Zöllen zu belegen, könnte dies die Automobilhersteller der EU belasten. Man könnte daher erwarten, dass der gesamte Sektor nicht gut abschneiden wird.

Der deutsche Aktienmarkt ist bisher recht ruhig, obwohl die automobilnahen Aktien am Mittwoch unter Druck standen.

Technisch gesehen scheint der DE30 wiederum in der Lage zu sein, zumindest einen kurzfristigen Anstieg in Richtung der Obergrenze des Trendkanals vorzunehmen. Beachten Sie, dass es dem Kurs vor einiger Zeit gelang, den absteigenden Kanal zu verlassen.

In der Folge wurde ein neues bullisches Muster ausgebildet.

 

Der DE30 könnte in naher Zukunft einen Aufschwung erleben, wobei der Gesamtausblick nicht wirklich gut aussieht. Quelle: xStation 5

 


 

Nach mehr als 30 Handelsminuten gehört der französische CAC 40 (FRA40) zusammen mit dem spanischen IBEX (SPA35) zu den stärksten europäischen Aktienindizes. Beide steigen um 0,8%. Der DE30 steigt um 0,7%, der italienische FTSE MIB (ITA40) um 0,75% und der britische FTSE 100 (UK100) um 0,6%, trotz der schlechten Aussichten für die britische Wirtschaft, die die Bank of England für die Zeit nach dem EU-Austritt skizzierte.

Erwähnenswert ist, dass die ersten Inflationswerte aus Deutschland für Oktober zu einem eher schwachen Preiswachstum führten.

Das VPI-Wachstum betrug im Jahresvergleich in Sachsen 2,1% (Vorwert 2,5%), in Brandenburg 1,8% (Vorwert 2,3%), in Hessen 2,1% (Vorwert 2,2%) und in Bayern 2,7% (Vorwert 2,8%).

Darüber hinaus stieg der spanische HVPI um 1,7% im Jahresvergleich, blieb aber gleichzeitig hinter der Medianschätzung von 2% zurück.

Tagsüber erhalten wir nachträgliche Inflationswerte aus Deutschland und dann für das ganze Land.

 

 

Bis auf wenige Ausnahmen sind heute alle der im DE30 gelisteten Aktien im Aufwind. Quelle: Bloomberg

 

Unternehmensnachrichten
Auf der Suche nach neuen Unternehmensnachrichten könnte man sich auf zwei Geschichten konzentrieren. Die erste betrifft BASF (BAS.DE / WKN: BASF11), da die Aktie von der britischen Bank Barclays von “Overweight” auf “Equal-Weight” herabgestuft wurde, das Kursziel wurde von 92 EUR auf 80 EUR angepasst.

Trotz dieses Ausblicks bietet der aktuelle Kurs (65,3 EUR) noch erheblichen Spielraum für Wachstum (ca. 22%). Bei der zweiten Geschichte geht es um BMW (BMW.DE / WKN: 519000), da das Unternehmen das neue Modell X7 eingeführt hat. Er ist der größte jemals gebaute Luxus-SUV und bietet Platz für sieben Personen.

Das neue Modell wird in den USA im Werk in South Carolina montiert, die US-Exporte dieses Modells hängen daher von den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China bzw. der EU ab.​​​​​​​

 


 

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