DE30: Deutsche Wirtschaft könnte durch No-Deal-Brexit stagnieren

XTB: Der Handelsbeginn am Montag verlief für europäische Anleger positiv, da die wichtigsten Aktienmärkte spürbare Kursgewinne verzeichneten. Seitdem hat der Optimismus jedoch etwas nachgelassen. Infolgedessen kann man nach der ersten Handelsstunde feststellen, dass die wichtigsten Indizes in Europa etwa 0,1% bis 0,2% höher notieren. Andererseits könnten die Anleger weiterhin um die düsteren Außenhandelsdaten aus China besorgt sein. Das Update vom Wochenende zeigte, dass die Exporte um 1% im Jahresvergleich einbrachen. Dieses Ergebnis kam, nachdem am 1. September die neue Zollrunde in Kraft trat, welche die Käufe hätte beflügeln sollen. China hatte im August die Exporte ausgeweitet – und trotzdem enttäuschte das Ergebnis für den Monat.

Sollte sich die Situation zwischen den USA und China nicht beruhigen, würde sich ein pessimistisches Bild für die weltweiten Handelsaktivitäten abzeichnen. Andererseits könnte die verbesserte Stimmung in Europa etwas mit den Außenhandelsdaten aus Deutschland für Juli zu tun haben.

Die Exporte wiesen saison- und kalenderbereinigt einen Anstieg von 0,7% im Monatsvergleich auf (Prognose: 0,5%). Andererseits gingen die Importe mit einen Rückgang in Höhe von 1,5% stärker zurück als erwartet (Prognose: -0,3%).

Die Binnennachfrage in der größten Volkswirtschaft Europas scheint sich noch nicht zu erholen, auch wenn die Exporte für Juli von einigen als Lichtblick angesehen werden könnten.

 

Beim DE30 hat sich die technische Lage gegenüber dem Vormonat nicht wesentlich verändert. Der Bullenmarkt scheint jedoch trotz einer Reihe von Risiken, die sowohl im In- als auch im Ausland lauern, immer noch intakt zu sein. Nach dem Durchbruch der 100-Tage-Linie könnten Käufer auf einen Anstieg in Richtung der nächsten Widerstandszone (12.600-Punkte-Marke) hoffen. Quelle: xStation 5

 

 


 

BDI VERÖFFENTLICHT NEUE PROGNOSEN
Angesichts der derzeitigen Brexit-Entwicklungen sollte der heutige Bericht des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) berücksichtigt werden. Das Institut geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft 2019 nur um 0,5% wachsen wird – ein Rückgang um einen halben Prozentpunkt gegenüber der im Juni veröffentlichten Prognose. Darüber hinaus wird geschätzt, dass das Wachstum noch schwächer ausfallen könnte, wenn Großbritannien Ende Oktober die Europäische Union ohne ein Abkommen verlässt.

In solch einem Szenario könnte das Wirtschaftswachstum auf 0% sinken.

Im Bericht wird ebenfalls geschrieben, dass die wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund der globalen Handelsspannungen sowie dem Brexit nach wie vor hoch ist. Des Weiteren hat der BDI die Bundesregierung aufgefordert, ihre Finanzpolitik zu ändern, um das sich verlangsamende Wachstum zu stützen. Unterdessen erhöhte sich der Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands im Juli auf 22,1 Mrd. EUR gegenüber den nach oben revidierten 20,9 Mrd. EUR vom Juni.

Infolgedessen stieg der Überschuss gemessen am BIP nach Juli auf 7,3% von 7,1% – der höchste Wert des Jahres.

Wenn sich dieser Trend weiter fortsetzt, könnte womöglich eine Debatte über die Notwendigkeit einer Lockerung der Finanzmittel in der deutschen Wirtschaft entstehen.

 

ThyssenKrupp (TKA.DE / WKN: 750000) ist am Montagmorgen nach einer Mitteilung des Vorstandsvorsitzenden Guido Kerkhoff der schwächste DE30-Titel. Kerkhoff zieht es vor, nur eine Minderheitsbeteiligung der Aufzugseinheit zu verkaufen, um die Kontrolle über das Geschäft zu behalten. Quelle: Bloomberg

 


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