Devisen: Vier sichere Währungen im Vergleich

Helaba: Nachfolgend finden Sie Kurzanalysen zu Schweizer Franken, zur Norwegischen Krone und zur Schwedischen Krone sowie zum Kanadischen Dollar.

EUR/CHF: Franken mit Renditenachteil

Der Schweizer Franken zeigte sich kaum verändert. Der Euro-Franken-Kurs notiert um 1,08. Eine etwas höhere Risikoaversion an den Finanzmärkten half dem sicheren Anlagehafen nur wenig.

Die Schweizer Notenbank hat zuletzt wohl kaum am Devisenmarkt interveniert.

 

 

Die Renditedifferenzen bewegten sich jüngst leicht zu Gunsten des Frankens, grundsätzlich stützen sie ihn aber nicht. Die Korrelation des Euro-Franken-Kurses mit dem Euro-Dollar-Kurs ist zwar weniger ausgeprägt, birgt jedoch noch Anstiegspotenzial. Bis Ende 2020 dürfte der Euro auf 1,10 Franken klettern.

 

EUR/NOK: Nur kurzfristiger Dämpfer für Norwegen-Krone

Die Norwegen-Krone gab zuletzt nach, der Euro-Krone-Kurs stieg über 10,7. Gegenwind erhielt die norwegische Währung von einer nachlassenden Risikoneigung. Zudem sank der Rohölpreis. Der Konjunktureinbruch fiel in Norwegen weniger heftig aus als in vielen anderen Ländern.

Die Kerninflation befindet sich auf sehr hohem Niveau. Die Zentralbank wird zwar ihre Nullzinspolitik zunächst fortsetzen. Jedoch wird die Norges Bank wohl klar vor anderen Notenbanken den Leitzins anheben. Der norwegische Renditevorteil würde im Vorfeld zunehmen. Der Euro-Krone-Kurs dürfte daher fallen.

 

EUR/SEK: Stabiler Renditevorteil stützt die Schweden-Krone

Die Schwedische Krone wertete etwas ab. Der Euro-KroneKurs notiert über 10,3. Schwedens BIP-Rückgang im zweiten Quartal von 8,3 % gg. Vq. war nicht viel milder als in der Eurozone. Immerhin blieb die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen zuletzt niedrig.

Schwedens Wirtschaft hängt aber stark vom Export ab.

 

 

Die Notenbank wird den Leitzins beibehalten und wohl eher ihre Anleihekäufe ausweiten. Der schwedische Renditevorteil gegenüber dem Euro erwies sich als stabil, wird mangels Zinserhöhungsperspektive aber kaum zunehmen. Der Euro-Krone-Kurs dürfte nur marginal zurückgehen.

 

USD/CAD: „Loonie“ ignorierte Rohölpreisrückgang bislang

Der Kanadische Dollar notiert gegenüber Euro und US-Dollar nur wenig verändert. Dabei gab es beim Rohölpreis, dem Treiber der „Loonie“-Erholung, zuletzt einen sichtbaren Rücksetzer. Kurzfristig bestehen daher bei der Währung Rückschlaggefahren. Dagegen stützen die Renditedifferenzen gegenüber den USA den „Loonie“.

Die Bank of Canada wird vorerst keine neuen expansiven Maßnahmen vornehmen, zumal die kanadische Konjunktur wieder Fahrt aufnimmt. Die Zinsdifferenzen gegenüber dem Euro sprechen allerdings für einen etwas schwächeren Kanadischen Dollar.

 

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