EUR/USD: Auftakt zur Jahresendrally?

In der vergangenen Woche konnte wieder einmal beobachtet werden, wie skeptisch die Anleger dem Aufschwung noch gegenüber stehen. Nach den Meldungen aus Dubai sackten die Börsen weltweit ab und auch für den Euro ging es, nach dem er tags zuvor sogar die 1,51er-Marke auf Schlusskursbasis durchbrochen hatte, wieder deutlich runter. Insbesondere nach Durchbrechen der 1,50er Marke wurden viele automatische Stopps ausgelöst, die weiteren Verkaufsdruck auslösten.

Daneben konnte ein weiteres Phänomen beobachtet werden. Seit Monaten wird über die Schwäche des Dollars und seine Zukunft als Weltleitwährung philosophiert. Erreichen dann aber schlechte Nachrichten den Markt, wie letzte Woche Donnerstag, suchen die Anleger schnell wieder Schutz im Dollar als “sicheren Hafen”. Die Sorgen, die Zahlungsschwierigkeit der Dubai-World könnte Auswirkungen auf die ohnehin schon angeschlagenen westlichen Banken haben, konnte in dieser Handelswoche aber nicht bestätigt werden. Der Euro, wie auch die Aktienbörsen setzten ihren Aufwärtstrend darauf hin fort. Problemlos konnte der Euro auch wieder die Hürde von 1,50US-$ nehmen.

Für Aufsehen sorgte am Dienstag der Chef der regionalen Notenbank von Philadelphia Charles Plosser mit einer Rede. Darin befürchtete er, dass wenn die Fed nicht bald zu einer restriktiveren Geldpolitik zurückkehre, die Inflation schnell wieder in das amerikanische Wirtschaftsleben Einzug halten werde. Plosser ist damit aus den Reihen der Fed der Erste, der sich für eine Zinswende stark gemacht hat. Allerdings ist Plosser derzeit kein stimmberechtigtes Mitglied im Offenmarktausschuss, der über die Zinsen entscheidet.

Die Ratssitzung der EZB brachte am Donnerstag keine neuen Erkenntnisse hinsichtlich einer veränderten strategischen Ausrichtung in der Geldpolitik. Wie erwartet wurde der Leitzins bei einem Prozent belassen und EZB-Chef Trichet kündigte an, im Dezember den Geschäftsbanken das letzte 12-monatige Refinanzierungsgeschäft anzubieten.

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Für Freitag werden die Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt erwartet. Positive Zahlen könnten die Fed vielleicht zu einer Änderung ihrer bisherigen Strategie bewegen. Wenngleich die Chancen, einer plötzlichen Kursänderung der Fed als äußerst gering einzuschätzen sind.

Wie könnte es bei EUR/USD weitergehen?

Der Euro setzt seinen im März gestarteten Aufwärtstrend weiter fort. Nachdem der Euro Ende Oktober auf seinem Weg nach oben eine kurze Verschnaufpause einlegte, gewann die Bewegung im November wieder deutlich an Dynamik.

Zum Zeitpunkt der Analyse kostet ein Euro 1,5094US-$.Klicken Sie hier, um eine grafische Darstellung zu erhalten:

Zum Zeitpunkt der Analyse kostet ein Euro 1,5094US-$.

Die Aufwärtstrendlinie im 4h-Chart hat weiterhin Bestand und verläuft aktuell im Bereich um 1,4940. Erstmals Unterstützungen erhält der Kurs im Bereich von 1,5080US-$ und darunter bei 1,5040US-$. Widerstand erwartet den Euro das erste mal am Hoch dieser Woche bei 1,5140US-$. Erst im Bereich um 1,5375US-$ liegt der nächste markante Widerstand.

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Der RSI notiert mit einem Wert von 57,10 im neutralen Bereich.

Der MACD steht kurz davor ein Shortsignal zu generieren. Dies würde die gute Gesamtsituation für den Euro ein wenig eintrüben.

Auch auf Basis des 4h-Charts besteht ein intakter Aufwärtstrend. EUR/USD generiert demnach folgende Fibonacci-Marken vom

Hoch vom 25.11: 0% – 1,5133 / 23,6% – 1,5062 / 38,2% – 1,5020 / 50% – 1,4985 / 61,8% – 1,4950 /100% – 1,4835.

Trader sollten diese Fibonacci-Marken im Blick behalten und beim Abprallen des Kurses von diesen Marken auf eine Trendfortsetzung spekulieren. Der Stopp wäre dann knapp über diesen Marken anzusetzen.

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