EUR/USD: Das Geschäft mit der Angst!

Wir haben nun schon einige Wochen steigenden Druck der Märkte auf unsere europäische Gemeinschaftswährung. Von allen Seiten kommen immer wieder Stiche. Kurz erholt sich der Euro, so schlägt schon wieder ein weiterer medial zusätzlich inszenierter Coup die ganze Erholungsbewegung zu Brei. Auffällig ist jedenfalls, dass der Euro sehr oft durch anglo-amerikanische mediale Schlachten in Szene gesetzt wird und dann meist deutlich an Boden verliert.

Europa – ein Scherbenhaufen

Europa gleicht einem Scherbenhaufen, wenn man immer wieder neue Ideen in die Runde wirft. Aus allen Herren Ländern werden ständig neue Säue durchs Dorf getrieben. Der Markt kommt dadurch nie zur Ruhe und erhält auch nie den Eindruck von Einigkeit und Sicherheit. Dann kommen auch noch politische Meinungen dazu und es werden plötzlich giftige Cocktails gerührt, Deutschland und Frankreich seien zu mächtig und zu eigensinnig und arrogant bei der Rettung des Euro. Hallo? Wir bezahlen die Party bis dato ja auch! Da dürfen wir uns ja wohl einmal ein bißchen mehr aus dem Fenster lehnen und ein paar Forderungen an diejenigen stellen, die sich über uns sanieren. Kann der Euro unter den derzeitigen Bedingungen denn weiter funktionieren? Das ist jedoch wohl eine berechtigte Frage!

Euro-Bonds oder doch nicht?

Ein schwieriges Thema waren auch die von Euro-Gruppen-Chef Juncker vorgeschlagenen Euro-Bonds. Können diese denn das Heilmittel sein? Damit diese Euro-Bonds funktionieren, müssen doch noch einige Schritte in Europa weiter gegangen werden. Hauptsächlich die Länder, die sich abseits der Euro-Bond-Idee kostengünstiger an den Kapitalmärkten refinanzieren können, haben doch an einem Euro-Bond-Programm kein Interesse. Deutschland z.B. ist sogar Profiteur in der Krise – zumindest was die Refinanzierungskosten an den Kapitalmärkten angeht. Doch wie lange ist dies so? Die CDS-Spreads zwischen deutschen Staatsanleihen (Bunds) und z.B. portugiesischen, spanischen, irischen und italienischen hatten sich in der letzten Zeit kontinuierlich ausgeweitet. Durch die für uns günstigere Kreditaufnahme an den Märkten, zahlen wir zumindest weniger Zinsen. Doch was hilft uns das? Wir sind schließlich keine Insel der Glückseligen und können uns in Europa gar nicht abschotten von allen Widrigkeiten des Marktes. Es ist derzeit ein gewaltiger Giftcocktail, sowohl wirtschaftlich, als auch politisch möglich. Hoffen wir, dass sich die Politiker der EU-Länder und EURO-Länder weiter sehr besonnen verhalten und gemeinsam an einem Strang ziehen.

CDS als Heilsbringer?

Wir wollen die sonst so als hoch problematisch verschriehenen Papierchen einmal ganz anders darstellen. Die CDS – Credit Default Swaps oder besser Kredit-Ausfall-Versicherungen sind ja an allem Schuld, wenn man die Zeitung aufschlägt oder durch die einschlägigen Wirtschaftssender schaltet. Die CDS-Spreads zwischen den deutschen Bundesanleihen und den z.B. spanischen Bonos weiten sich, für Spanien wird es folglich teurer, sich gegen den Ausfall zu versichern. Die Rating-Agentur Moody´s behält sich vor, Spanien auf seine “review-list” zu nehmen und somit etwaig in den nächsten Schritten eine Absenkung um einen oder zwei “Notches” zu überdenken. Darauf hin weiten sich die CDS-Spreads für Spanien weiter und wirken sich zusätzlich belastend für die nächste spanische Auktion aus. Sie merken aber, dass das mehrere Punkte sind, es sind nicht die CDS und CDS-Spreads allein, die das Problem sind. Spanien z.B. hat derzeit die gleichen hohen Prämien zu bezahlen, wie z.B. der Libanon. Da ist doch was faul, oder? Der Libanon wird z.B. bei Moody´s deutlich schlechter in seiner Kreditwürdigkeit bewertet, als Spanien, die Jungs zahlen aber die gleiche Prämie. Ein Witz die ganze Story!

Doch wo liegt nun eigentlich der vielleicht gute Teil der ganzen CDS-und Rating-Katastrophe? Nun, die Staaten sind dadurch alle extrem aufgerufen, ihre Schuldenstandsquoten zu überdenken und ihre Art damit umzugehen. Denn seien Sie sich sicher – derzeit ist Europa mit der Euro-Schuldenkrise ein Thema, aber bald rücken wieder Länder wie Großbritannien und die USA in den Fokus. Wenn man sich näher mit der Kreditwürdigkeit der USA und Großbritanniens beschäftigt, so weiß man auch, dass hier eigentlich mindestens mal ein “Notch” abgestuft werden sollte!Und in Japan siehts eigentlich auch nicht besonders rosig aus.

Durch das ganze Spektakel rund um den Euro gerät dieser in Gefahr und die europäische Idee gleich mit. Gerade die wilde Spekulation, die so viele Politiker immer wieder beschimpfen und verteufeln kann jedoch jetzt gerade auch zum Schulterschluss führen helfen. Europa braucht eine gemeinsam gelenkte Fiskal- und Steuerpolitik. Auf Dauer wird ein Euro nur funktionieren, wenn er endlich auch aus der Rolle einer nur politischen Währung aufsteigt. Gelingt dies nicht nachhaltig, so bleibt es bei der sooft zitierten “Missgeburt” und wird werden gewaltige Probleme bekommen. Denn so einfach mal aus dem Euro-Wagen aussteigen, Tür zumachen und D-Mark wieder einführen, ist es nicht. Wir sind mittlerweile in Europa und darüber hinaus so stark verzahnt, dass wir allein schon gigantische Abschreibungen hätten, würden wir das Projekt Euro in die Hölle schicken!

EUR/USD mit Fibonacci-Retracements, RSI, MACD ud PivotsKlicken Sie hier, um eine grafische Darstellung zu erhalten:

EUR/USD mit Fibonacci-Retracements, RSI, MACD ud Pivots

Was sagt die Charttechnik?

Zum Zeitpunkt der Analyse kostet EUR/USD 1,3349.

EUR/USD generiert für den Freitag als Handelstag folgende Unterstützungen und Widerstände auf Basis des 4h-Chartbilds:

S1/S2/S3 1,31934/1,31456/1,31102 und R1/R2/R3 1,32767/1,33121/1,33599

EUR/USD handelt zum Zeitpunkt der Analyse mit einem RSI von 58,05996 Punkten im neutralen Bereich.

EUR/USD generiert für den Freitag als Handelstag weiterhin folgende Fibonacci-Daten im 4h-Chartbild:

100% – 1,42815 / 61,8% – 1,37817 / 50% – 1,36269 / 38,2% – 1,34721 / 23,6% – 1,32805 /0% – 1,29688

Erneut, wie in der letzten Handelswoche, bewegt sich EUR/USD eng in den vorgezeichneten Marken 23,6%ige Fibo-Marke und 38,2%ige Fibo-Marke hin und her. Die Marke von 1,32805 wurde bereits schon mehrfach getestet und war intraday immer wieder ein Dreh- und Wendepunkt.

Wir wünschen allen FX-Tradern und FX-Interessierten ein erholsames Wochenende und einen erfolgreichen Start in die neue FX-Handelswoche!

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