EZB-Vize warnt Italien vor neuer Euro-Schuldenkrise

Bankenverband: Der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Vítor Constâncio, hat Italien vor den Folgen einer erneuten Euro-Schuldenkrise gewarnt. “Als 2012 Finanzmärkte das Land attackiert haben, hat das gezeigt: Sie können in ihrer Wahrnehmung sprunghaft sein und die Risikoeinschätzung für einen Schuldner abrupt und schnell ändern, manchmal mit gravierenden Folgen”, sagte er laut eine Vorabmeldung dem “Spiegel”. “Wir werden sehen, was nun passiert.”

Als Krisensymptom ersten Ranges bewerteten Experten den sprunghaften Anstieg der Renditen kurzlaufender Staatsanleihen Italiens. Für zweijährige Bonds legten sie im Tagesverlauf zeitweise um mehr als zwei Prozentpunkte zu. Auch der Eurokurs und die Aktienmärkte gerieten angesichts der anhaltenden Krise in Rom stark unter Druck.

Der Gouverneur der italienischen Notenbank, Ignazio Visco, zeigte sich sehr besorgt. Das Land sei “nur wenige kleine Schritte” von der schwerwiegenden Gefahr entfernt, Vertrauen zu verspielen. Italien droht eine Hängepartie bis zu den Neuwahlen im Spätsommer.

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