flatex-markets: Nachzügler laufen – doch die Luft wird dünner

Iberdrola, Repsol, SAF-Holland, Salzgitter, Klöckner, Aixtron und Thyssen: Quer durch die Indizes und durch Europa liegen in dieser Woche bisher jene Werte vorne, die zwischen Sommer 2011 und Sommer 2012 übel abgestraft wurden. Charttechnisch ergeben sich bei den genannten genauso spannende Formationen wie beispielsweise beim Hamburger Hafen oder auch bei Siemens – langfristige Abwärtstrends stehen auf der Kippe.

 

Das gilt für die Währungsseite noch nicht, der Euro ist noch vielfach im Abwärtstrend, doch nach der ausgebliebenen Zinssenkung der Australier und den schlechten Konjunkturdaten der Amerikaner gibt es gegen beide Paarungen Aufholchancen. Fundamental geht die Woche auf der Konjunkturseite erst heute wirklich los. Um 12 Uhr kommen die MBA-Hypothekenanträge in den USA, danach um halb drei die Arbeitskosten und die Arbeitsproduktivität für das zweite Quartal. Wichtig für alle Ölmarktspekulanten: Der Ölmarktbericht um halb fünf könnte bei schwachen Lagerdaten die Preise weiter nach oben ziehen. Momentan liegen WTI und Brent-Öl knapp unter 94 und 112 US-Dollar. Damit ziehen die Ölsorten erneut im Gleichklang nach oben, der Spread bleibt konstant bei 18 Dollar. Unter den Edelmetallen bestehen nach wie vor Seitwärtstrends, wenngleich Silber im Augenblick den etwas stabileren Eindruck macht. Silber robbt sich mit 28 Dollar näher an seinen Widerstand, Gold liegt mit 1611 Dollar ebenfalls weiter unter der Hürde. Abgeschlossen scheint die Bodenbildung bei Kupfer: Nach dem zweimaligen Test der Marke von rund 7300 Dollar in den letzten Wochen, hat sich der Preis nun auf 7580 Dollar erholt.

 

Zieht die Konjunktur in den kommenden Monaten wieder an, könnte mancher Investor auf Kurse über 8000 Dollar spekulieren. Beim DAX zeigt der CeFDex-Sentiment-Index, dass mit minus 0,82 die Stimmung klar auf fallende Kurse gedreht hat. So richtig will diese Stimmung am Markt aber noch nicht ankommen, heute früh liegt der DAX vorbörslich bei 6959 Punkten fast unverändert. Im MDAX kommen wieder reichlich gute Zahlen, diesmal überzeugen Axel Springer und Brenntag mit gutem Geschäft. Dafür leidet Klöckner weiter unter der Nachfrageflaute und Magendruck, konnte aber immerhin den Umsatz etwas steigern. Für 2012 ist man allerdings noch nicht sonderlich optimistisch.

 

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