FXCM: DAX bekommt Höhenangst – Kurzfristig durchaus Korrektur möglich

FXCM: Die ausbleibende Wende am US-Arbeitsmarkt und damit die Aussicht auf eine längere Liquiditätszufuhr durch die Notenbank haben den DAX gestern bis kurz vor die Marke von 9.000 Punkten geführt. Ausgehend von den September-Tiefs konnte der Index damit rund elf Prozent zulegen. Doch die Luft wird auf diesem Niveau langsam dünner.

Wie sehr die Aktienmärkte weltweit wieder am Tropf der Notenbanken hängen, zeigte sich heute vor allem in Asien, wo die Börsen auf Befürchtungen, die chinesische Zentralbank könne ihre Zügel in der Geldpolitik anziehen, durchweg mit Kursverlusten reagierten. Aus Sorgen vor Inflation und steigenden Kreditabschreibungen der Banken tritt die People’s Bank of China womöglich etwas auf die Bremse. Diese Aussicht belastet auch die Indikationen für die US-Börsen und sorgt für Kursabschläge in Europa und damit auch beim DAX.

Die Bewegung am gestrigen Handelstag erweckte zudem den Eindruck, als wenn einige Marktteilnehmer nur auf einen Grund warteten, um sich im DAX zu positionieren, um auch noch ein Stückchen vom Kuchen abzubekommen. Solche Sentiment-Extreme stehen oft am Beginn einer Korrekturbewegung. Weiter nachgebende Kurse sind daher zumindest für den heutigen Tag wahrscheinlich, auch ein Rücklauf in die Region um 8.770 Punkte zum Wochenschluss ist nicht ausgeschlossen.

Eventuell gibt es ein ähnliches Bild wie Ende 2012: Auch vor einem Jahr tat sich der DAX Ende Oktober und in der ersten Hälfte im November schwer, nahm dann wieder Fahrt auf und leitete eine Jahresend-Rally ein. Zum Jahresschluss bleibt daher das Kursziel für den Index 9.200 Punkte, kurzfristig sind allerdings Korrekturen wahrscheinlich.

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