FXCM: US-Notenbank sorgt für Klarheit – Aktienmärkte bleiben dennoch angeschlagen

FXCMUS-Notenbank sorgt für Klarheit – Aktienmärkte bleiben dennoch angeschlagen

Es ist nicht die Entscheidung der US-Notenbank, die monatlichen Anleiheaufkäufe um weitere 10 Milliarden US-Dollar zu reduzieren, die sowohl die US-Börsen schon gestern Abend, die asiatischen Börsen heute Nacht und Europas Aktienmärkte zum Start belastet. Die Geldpolitiker haben dem Markt eher Stabilität gegeben, indem sie sich durch die Turbulenzen an den Finanzmärkten, vor allem in den Schwellenländer-Währungen nicht haben von ihrem Kurs abbringen lassen. Allerdings bleiben die Sorgen und die Unsicherheit der Investoren darüber, welche Folgen der Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik für die weltweiten Kapitalströme hat.
 

Auch der DAX bleibt durch die Volatilität in den vergangenen Tagen angeschlagen, ein Test der Marke von 9.000 Punkten ist aktuell das wahrscheinlichste Szenario. Wann die Türkische Lira oder der Südafrikanische Rand das nächste Mal wieder unter Abgabedruck kommen werden, ist nur eine Frage der Zeit. Es besteht die Gefahr, dass im aktuellen Umfeld große Hedgefonds die türkische Notenbank im Kampf um die Lira herausfordern. Nach der aggressiven Anhebung des Leitzinses notiert die türkische Währung schon fast wieder auf dem Niveau vor der Intervention. Hedgefonds setzen darauf, dass der türkischen Notenbank die Mittel im Kampf gegen den Währungsverfall ausgehen. Sie verfügt nur noch über geringe US-Dollarbestände, welche für eine Stabilisierung der türkischen Währung zur Verfügung stehen.
 

Für die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten ist es entscheidend, wie geräuschlos die weltweite Umschichtung des Kapitals vor dem Hintergrund des Kurswechsels in der US-Geldpolitik von statten geht. Dass dies kein einfacher Weg würde, war allen Beteiligten vorher klar. Strauchelt zudem aber die Weltwirtschaft auf dem Weg zur Erholung, wäre dies das gefährlichste aller Szenarien. In diesem Fall wird es ganz schwer für den DAX, die 10.000 Punkte zu erreichen. Kommt es zu weiteren und stärkeren Turbulenzen gerade in der Türkei, sind Verkäufen am Aktienmarkt Tür und Tor geöffnet. Dann hätte die Korrektur gerade erst begonnen.

 

 

Von Jens Klatt

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