Länderanalyse: Italien ist spitze – zumindest in mancher Hinsicht

DWS Investments: Um Italiens Wettbewerbsfähigkeit ist es gar nicht so schlecht bestellt. Die italienische Politik hat wieder einmal zugeschlagen und die Märkte kräftig ins Wanken gebracht. Für den Augenblick scheint die größte Volatilität überstanden zu sein.

Man kann aber davon ausgehen, dass die Märkte jeden Schritt der neuen Regierung genau beobachten werden. Insofern ist es wichtig, sich die Stärken und Schwächen der italienischen Wirtschaft immer wieder im Einzelnen anzuschauen.

 

Der „Doing Business“-Report der Weltbank hält hier einige aufschlussreiche Erkenntnisse bereit. In der Gesamtwertung belegt Italien Platz 46 von 190 Ländern. Kein besonders guter Wert, aber auch kein Grund zur Panik.

Die Details des Reports benennen klar die wichtigsten Probleme, wie aus unserem “Chart of the Week” ersichtlich ist.

Besonders in den Kategorien “Steuern zahlen”, “Durchsetzung von Verträgen” und “Kreditvergabe” schneidet Italien schlecht ab.

Maßnahmen zur Verbesserung des Steuersystems, des Rechtssystems sowie der Kreditvergabe wären daher dringend notwendig.

 

 


 

 

Auf der anderen Seite gibt es aber auch positive Aspekte:
In der Kategorie “Grenzüberschreitender Handel” steht Italien (zusammen mit ein paar anderen europäischen Ländern) global sogar auf Platz eins!

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Italien in den vergangenen zwölf Monaten einen Leistungsbilanzüberschuss von über 45 Milliarden Euro erzielen konnte.

Die diversen Schwarzseher, die gerne auf Italiens mangelnder externer Wettbewerbsfähigkeit herumhacken, sollten vielleicht mal wieder die F9-Taste am Computer betätigen, und ihre Berechnungen zu aktualisieren.

 

Italien Wettbewerbsfähigkeit

 

 

Quellen:
The World Bank Group / http://www.doingbusiness.org
Deutsche Asset Management Investment GmbH;

Stand: 06.06.2018

 

 

 

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