Marktkommentar: Aktienmärkte von geduldiger Fed enttäuscht

XTB: Am Mittwoch waren an der Wall Street an breiter Front Rückgänge zu beobachten, wobei der marktbreite S&P 500 mit einem Verlust von 0,75% seinen stärksten täglichen Verlust seit sechs Wochen hinnehmen musste. Während der Asien-Sitzung konnte noch ein neues Allzeithoch ausgebildet werden, aber die am Abend stattfindende Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell nach der Bekanntgabe des Zinsentscheids sorgte für einige Gewinnmitnahmen. Was ist genau passiert?

Die neue Bepreisung ist darauf zurückzuführen, dass die Fed die Erwartungen der Märkte nicht erfüllen konnte: Powell lieferte keine Hinweise für eine Zinssenkung und spielte die schwächelnde Kerninflation (PCE) herunter. Das FOMC sieht derzeit keine Notwendigkeit eine Veränderung des Zinsniveaus vorzunehmen und entschied sich dazu, ihren „geduldigen“ geldpolitischen Kurs weiter fortzusetzen.

Powell räumte ein, dass die niedrige Inflation „eine der größten Herausforderungen unserer Zeit“ sei, zeigte sich jedoch angesichts des starken Arbeitsmarktes und der soliden Wachstumsaussichten in den USA zuversichtlich, dass die Inflation eine Erholung erfahren könnte.

Die Kerninflation (PCE) fiel im März auf 1,6% im Jahresvergleich und verpasst damit seit 2012 das 2%-Ziel der Fed.

 

 

 


 

 

 

Insgesamt war die neutrale Haltung bei den Aktienanlegern also eher enttäuschend. Die Profiteure waren wiederum die Tnote (entgegengesetzte Richtung zu Renditen), die am Abend eine scharfe Umkehrung einleitete. Im heutigen frühen Handel notiert sie bei 123,45 und kann damit ihre Abwärtsbewegung fortsetzen. Der USDIDX erfuhr wiederum eine Aufwertung und kann sich nach drei aufeinanderfolgenden Handelstagen mit Rückgängen fangen. Heute Morgen notiert der Index bei 97,387.

Der EURUSD kann seine Zuwächse in Richtung der wichtigen Widerstandszone um die 1,13 nicht halten und hat am Donnerstagmorgen sogar wieder mit der 1,12-Marke zu kämpfen. Laut der Danske Bank könnte eine Erholung der Gemeinschaftswährung in Richtung 1,13 weniger von der Geldpolitik der Fed abhängen, sondern vielmehr von weiteren Zeichen einer Stabilisierung in der chinesischen Konjunktur.

Die Nachrichtenagentur CBNC berichtete in diesem Zusammenhang, dass ein Handelsabkommen zwischen den USA und China bereits am Freitag den 10. Mai angekündigt werden könnte. Die Stimmung an Weltmärkten könnte heute dank des gestrigen Berichts etwas optimistischer sein. Die Offenbarungen basieren jedoch auf ungenannten Quellen und erhielten bislang keine offizielle Bestätigung. Nächste Woche sind in Washington weitere Verhandlungsgespräche geplant.

 

 

 


 

 

In Großbritannien sorgen positive Signale beim Brexit-Prozess wieder für mehr Hoffnungen. Premierministerin Theresa May und Labour-Chef Jeremy Corbyn sollen nach monatelangen Gesprächen Fortschritte gemacht haben und der gestrige Stand zeigt, dass ein Verbleib in der Europäischen Zollunion, in welcher Form bleibt ungeklärt, möglich sei. GPBUSD konnte im gestrigen Intraday-Handel oberhalb der 1,30 die jüngsten Gewinne ausbauen, wurde am Abend jedoch mit einem starken USD konfrontiert.

Der DE30 eröffnete nach dem gestrigen Feiertag heute Morgen etwa. 70 Punkte tiefer.

Seitdem sind die Bullen jedoch bemüht dieses Gap zu schließen, damit steckt der deutsche Leitindex nahe der Jahreshochs weiter in einer Konsolidierung fest und benötigt einen richtungsweisenden Impuls, um die nächste größere Bewegung einzuleiten.

 

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