Marktkommentar: Flash Crash am TRY-Markt

XTB: Nach der erneuten Eskalation beim Handelsstreit zwischen den USA und China am vergangenen Freitag ist das Vertrauen in die Weltwirtschaft stark angeschlagen. US-Präsident Donald Trump kündigte eine Erhöhung der Strafzölle auf chinesische US-Importe (550 Mrd. USD) an und forderte US-Unternehmen auf sich aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zurückzuziehen, nachdem sich Peking für Vergeltungszölle für Importe aus den USA (75 Mrd. USD) aussprach. Beim G7-Gipfel im französischen Biarritz am Wochenende sagte Trump zudem, dass er beim Handelskonflikt mit China einen nationalen Notstand ausrufen könnte.

„Die Eskalation deutet darauf hin, dass die Unsicherheit den Welthandel, die Industrieproduktion und die Investitionen weiterhin belasten wird, ohne dass eine Lösung in Sicht ist”, schrieben Analysten von ANZ.

Die erneute Zuspitzung überschattete am Freitag die Aussage von Fed-Chef Jerome Powell beim Zentralbank-Treffen in Jackson Hole, dass “Wir (FOMC) entsprechend handeln werden, um die Expansion fortzusetzen”, und bekräftige die Annahme des Geldmarktes, dass die Zinssenkung im Juli nicht nur eine „mittelfristige geldpolitische Anpassung” sei.

Bei den asiatischen Aktienmärkten waren während der Asien-Sitzung am Montag an breiter Front Rückgänge zu beobachten, wobei der Hang Seng mit einem Verlust von mehr als 3% der klare Underperformer war. Die Futures des S&P 500 wurden nach dem jüngsten Ausverkauf ebenfalls mit mehr Abwärtsdruck konfrontiert, erfuhren jedoch an den Tiefs von vor zwei Wochen um die 2.820-Punkte-Marke einen Abpraller.

 


 

Chinas Vizepräsident Liu He signalisierte am Montag wiederum Dialogbereitschaft, sodass Anleger sich auf jegliches Anzeichen einer freundlicheren Rhetorik konzentrieren werden.

Am Devisenmarkt der Schwellenländer ist der „Flash Crash” bei der türkischen Lira hervorzuheben. Zu Beginn des asiatischen Handels stieg das USDTRY-Paar plötzlich von 5,77 auf 6,047. Nur wenige Minuten später wurde die starke Abwertung der türkischen Währung umgekehrt und seitdem notiert das Paar seitwärts um die 5,80er-Marke. Diese Entwicklung könnte auf den eskalierenden Handelsstreit zwischen den USA und China zurückgeführt werden, da Händler als Reaktion ihre Long-Positionen am TRY-Markt liquidierten.

Der DE30 gab am Freitag nicht nur die gesamten Wochengewinne ab, sondern schloss die Woche sogar leicht in der Verlustzone. In den letzten drei Wochen konnten recht wilde Kursschwankungen beobachtet werden, wobei die Bullen am Montagmorgen erneut versuchen eine Erholung einzuleiten. Aufgrund der sich durch den Handelsstreit verstärkten Rezessionsängste sollten die Hoffnungen nicht zu hoch angesetzt werden.

Die Widerstandszone um die 11.840 Punkte-Marke muss nachhaltig zurückerobert werden, während die 200-Wochen-Linie (EMA) als Schlüsselunterstützung dient.

Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der deutsche Leitindex bei 11.570 Punkten.

 


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