Marktkommentar: Musk plant Rückkauf von Tesla-Aktien, TRY-Abwertung im Fokus

XTBElon Musk plant derzeit einen Rückkauf der Tesla-Aktien, um das Unternehmen von der Börse zu nehmen. Über den Nachrichtendienst Twitter sprach Musk von einem Preis von 420 USD pro Aktie, das entspräche einem Gesamtvolumen von 82 Mrd. USD. Beratung gebe es bereits von der Investmentbank Goldman Sachs, der Kapitalbeteiligungsgesellschaft Silver Lake sowie einigen Anwaltskanzleien. Angeblich soll die Finanzierung der Privatisierung bereits gesichert sein. Laut der Financial Times könnte ein Staatsfonds aus Saudi-Arabien ein ernsthafter Interessent sein.

Elon Musk sagte: “Natürlich hat der saudi-arabische Staatsfonds mehr als genug Kapital, um eine solche Transaktion durchzuführen.” Vorletzte Woche Mittwoch eröffnete die Tesla-Aktie knapp 34 USD über dem vorherigen Schlusskurs hatte letzte Woche in seiner Aufwärtsbewegung ein Hoch bei 382,50 USD ausgebildet. Derzeit notiert der Kurs bei 357,27 USD.

In den kommenden Handelstagen dürften vor allem Neuigkeiten zu Musks Mega-Deal für Volatilität sorgen.

 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sieht sein Land als Opfer einer Verschwörung und sprach von “Wirtschaftsterroristen in den sozialen Medien”. Diese sollen aufgrund von Fehlinformationen zu einem weiteren Absturz der TRY geführt haben. Das EURTRY-Paar erreichte hierbei ein neues Allzeithoch bei 8,0042 und das USDTRY-Paar wiederum bei 7,1136. Die türkische Währung konnte dem Abwärtsdruck zwar etwas entgegenwirken, doch von einer Erholung kann hier nicht die Rede sein.

In Anbetracht Erdogans Vorgehensweise, dem innenpolitischen Chaos und einer unter Druck stehenden CBRT dürfte das Vertrauen in die TRY vorerst nicht wiederhergestellt werden. Bereits vor der jüngsten Abwertung haben wir beobachten können, dass die Hedging-Kosten gestiegen sind und die Marktteilnehmer sich zunehmend gegen eine weitere TRY-Abwertung absicherten. Aufgrund der Unberechenbarkeit und der extrem hohen Volatilität sollte man dennoch vorsichtig sein.

Allerdings könnte ein solches Umfeld auch interessante Trading-Möglichkeiten mit sich bringen.

 

 


 

 

Der DE30 durchbrach am letzten Freitag wichtige Unterstützungen (12.600 und 12.430 Punkte), konnte sich jedoch etwas oberhalb einer aufsteigenden Trendlinie stabilisieren. Der gestrige Handelstag war wiederum recht ruhig, obwohl man nach einer bärischen Eröffnung sicherlich mit mehr Volatilität gerechnet hatte.

Heute setzten die Bullen jedoch mit einem bullischen Gap und einer längeren grünen Kerze ein erstes positives Signal.

Die erwähnten Unterstützungen dienen nun als Widerstände. Es wird die Bullen also viel Kraft kosten, die jüngsten Verluste wieder auszugleichen. Von einer Wiederaufnahme des langfristigen Aufwärtstrends sind wir allerdings noch weit entfernt. Es wird also keineswegs leicht sein, das Vertrauen in den deutschen Aktienmarkt wiederherzustellen. Insbesondere da wir immer noch über 300 Punkten von der 200-Tage-Linie entfernt sind. Der Markt dürfte daher weiterhin die Unterseite favorisieren.

Allerdings sollte man auch eine stärkere Erholung nicht gänzlich ausschließen.

 

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