Marktkommentar: Wall Street unterbricht Rallye

XTB: Die Wall Street unterbrach am Montag ihre mehrtägige Rallye und beendete den Tag flach. Die Anleger scheinen eine vorsichtige Haltung einzunehmen, da wichtige Treffen von großen Zentralbanken (EZB und Fed) bevorstehen und es an der Handelsfront recht ruhig geworden ist. Die Märkte haben bereits einigen Optimismus eingepreist, sodass abzuwarten bleibt, in welchem Umfang geldpolitische Lockerungsmaßnahmen folgen und wie die Chancen auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und China stehen.

US-Finanzminister Steven Mnuchin sagte gestern, dass die USA und China „viele Fortschritte” bei den Gesprächen machen, doch das scheint den Märkten nicht zu reichen.

Für den marktbreiten S&P 500 bleibt das Allzeithoch der nächste Widerstand, während die letzte Woche überwundene Oberseite der jüngsten Konsolidierung (2.940 Punkte) als Unterstützung dient. Die Asien-Sitzung am Dienstag war nach enttäuschenden Daten aus China gemischt.

Der EPI fiel im August um 0,8% im Jahresvergleich weiter in den deflationären Bereich – der stärkste Rückgang seit August 2016.

Der Shanghai Composite kann seine anfänglichen Verluste ausgleichen und notiert mit -0,12% leicht in der Verlustzone. Die Futures der US-Aktienindizes deuten auf eine tiefere US-Eröffnung hin.

 


 

Der Deutsche Bundestag beginnt heute über den Haushalt für 2020 zu debattieren. Während Finanzminister Olaf Scholz einen Haushaltsentwurf ohne Schulden vorlegt, erwägt die Bundesregierung laut Reuters trotz der 2009 verfassungsrechtlich verankerten Schuldenbremse ihre Investitionen zu erhöhen. Durch die Schuldenbremse wird die Neuverschuldung gemessen am BIP um 0,35% beschränkt. Höhere Staatsausgaben könnten jedoch dem Investitionsstau entgegenwirken und vor allem Infrastrukturprojekten sowie dem Klimaschutz zugute kommen.

Die Gegner einer solchen Lockerung sprechen wiederum von einem Fehler und einem falschen Signal nach Südeuropa. Die zunehmenden Rezessionsängste erhöhen den Druck auf den Bundestag, um die deutsche Konjunktur zu stützen – insbesondere die Entwicklungen im verarbeitenden Gewerbe sind beunruhigend.

Der DE30 kann seine Rallye am Dienstag nicht fortsetzen und notiert mit -0,2% leicht in der Verlustzone. Kurstechnisch hat sich seit Freitagmittag nichts getan. Den Bullen scheint die Kraft für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends zu fehlen, während die Bären daran scheitern, den Druck zu erhöhen.

Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der deutsche Leitindex leicht unterhalb der 12.200-Punkte-Marke.

 

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