Marktlage: Neues Stimmungshoch im Anmarsch?

XTB: USA: Zwischen Zurückhaltung und Zuversicht: Wie so oft in den vergangenen Wochen schaukelte die Wall Street in ihrer gestrigen Sitzung zwischen diesen beiden Stimmungslagen hin und her. Was die Kurse der vier bedeutenden Indizes im frühen Handel noch beflügelte, setzte sich dann in die entgegengesetzte Richtung fort um schlussendlich in Nähe der Vortagesschlusskurse doch noch mit einem kleinen Happy End und moderaten Aufschlägen zu enden. Der Dow Jones Industrial mit seinen 30 Standardwerten schloss seine gut 60 Punkte übergreifende Tagesreise nahe des Höchstkurses mit einem Plus von +0,13% bei 18.597,70 Punkten ab.

 

Der S&P-500-Index notierte zum Handelsschluss um +0,22% fester auf dem Tageshöchststand bei 2.187,02 Punkten. Auch der Nasdaq-Composite marschierte weiter nach oben. Auf der Anzeigen-Schlusstafel wurde ein Aufpreis von +0,22% und ein Kurs von 5.240,15 festgehalten. Der Nasdaq-100-Index notierte mit dem letzten Handel abermals über der psychologisch und charttechnisch bedeutenden 4.800-er Marke. Das minimale Plus von +0,07% führte zu einem Schlusskurs von 4.808,68 Zählern. Insgesamt gingen in der Donnerstags-Sitzung 755 Millionen Aktien über die Counter der Händler – 33 Millionen weniger als am Vortag. 2.133 Titel verabschiedeten sich dabei mit einem Pluszeichen aus dem Handel, 891 Aktien mit einem Minuszeichen und 99 Anteilsscheine zu identen Kursen.

Wer sich von der Flut der gestern veröffentlichten Konjunkturdaten einen konkreteren Aufschluss über die Zinspolitik der US-Notenbank in naher Zukunft erhofft hatte, wurde enttäuscht. Weder die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe noch die Frühindikatoren ließen eine Deutung zu, dass die Fed die Leitzinsen bereits im September anheben könnte. Denn beide Werte bewegten sich im Rahmen der Erwartungen. So sanken in der Woche zum 13. August die Erstanträge saisonbereinigt um 4.000 auf 262.000. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 265.000 prognostiziert. Mit der vorhergesagten, 0,4%-igen Steigerung für den Index der Frühindikatoren, hatten die Experten sogar ins Schwarze getroffen. Diese Rate deutet auf eine moderate Expansion der US-Wirtschaft hin – und nach Ansicht vieler Marktteilnehmer auch auf eine Fortsetzung der abwartenden Fed-Geld- und Zinspolitik.

 

Und so suchen die US-Anleger weiterhin nach frischen Impulsen. Die kamen gestern erneut von den Rohölmärkten, die im späten Handel nochmals kräftig anzogen und für Kauflust zu vorgerückter Stunde an den US-amerikanischen Aktienmärkten sorgten. Unterstützung kam zudem von den charttechnisch orientierten Investoren, die nach wie vor bullish gestimmt sind. Bei den Einzelwerten konnte der US-Einzelhandelskonzern Walmart mit besser als erwarteten Quartalsergebnissen überzeugen. Die Aktie legte um +1,9% kräftig zu. Enttäuscht waren die Anleger indessen von den Zwischenergebnissen von Cisco Systems. Den Umsatzrückgang und die geplante Streichung von 5.500 Stellen quittierten sie mit einem Abschlag von -0,8% gegenüber dem Vortages-Schlusskurs.

Asien: Wie abhängig die Aktienbörsen weltweit derzeit von zinspolitischen Entscheidungen sind, verdeutlicht die heutige Entwicklung in Fernost. Hier tendierten die Märkte uneinheitlich – mangels eigener, frischer Impulse. Dabei fanden insbesondere die Äußerungen von John Williams, Präsident der Federal Reserve von San Francisco, hier mehr Gehör als es einigen recht sein konnte. Er plädierte für eine Anhebung des Zinssatzes in den USA "lieber früher als später". Derweil seine Forderungen den Tokioter Handelsplatz in seinem Aufwärtstrend zunächst einmal nur beschränkte, trugen sie in China mit dazu bei, dass die Märkte im Minusbereich endeten. Der Nikkei-225-Index ging mit einem Aufpreis von +0,30% und einem Schlusskurs von 16.535,39 ins Wochenende, auch weil die gestiegenen Rohölpreisnotierungen eine gute Unterstützung boten.

Dessen heutige Berg- und Talfahrt erhielt zudem auch noch leichten Rückenwind von der Währungsseite, wo sich der Dollar zum Yen von seinem Tagestief am Vortag unter 100 Yen wieder etwas erholt zeigte. In Hongkong ging es für den Hang-Seng-Index um -0,31% nach unten auf 22.952,66 Punkte, in Schanghai büßte das Börsenbarometer  -0,25% ein und schloss auf einem Niveau von 3.096,48 Zählern. Hier überließ das Spekulationsfieber ,um die angekündigte Börsenverbindung zwischen Hongkong und Shenzhen, nach dem Vorbild Hongkong/Schanghai den Zinserwartungen das Feld.

DAX: Zinshoffnungen contra Euro-Stärke. Beim deutschen Leitindex DAX behielten nach zwei Tagen im Minusbereich die Bullen und die Aussicht auf weiterhin billiges Geld die Oberhand. Das Börsenbarometer machte nach einer Achterbahn-Fahrt letztlich +0,62% auf das jüngst verloren gegangene Terrain wieder gut und beendete den Handelstag mit einer Notierung von 10.603,03 Punkten.

Während das von der US-Notenbank vorgelegte Protokoll US-Anlegern wenig Orientierung bietet, entschieden sich die deutschen Aktienkäufer dafür, die positiven Seiten der Mitschrift herauszufiltern. Doch es dauerte einiges an Zeit, bis sich die Überzeugung im Markt durchsetzen konnte, dass Notenbank-Gelder vorerst billig bleiben und reichlich vorhanden sind. Im frühen Handel ging es zunächst rauf auf 10.613,18 Punkte, dann hinunter auf 10.548,49 Zähler, um schlussendlich doch noch knapp unter dem Tageshoch zu schließen. Vor allem zur Halbzeit der Sitzung belastete der wiedererstarkte Euro die Notierungen. Ein ähnliches Wechselbad der Gefühle durchlebten die Börsianer beim MDAX. Der Index der mittelgroßen Unternehmen notierte zum Handelsschluss zwar mit + 1,01% im grünen Bereich bei 21.687,64 Punkten, musste dafür allerdings zuerst die Talsohle bei 21.525,57 Zählern durchschreiten. Der TecDax legte um +1,16% auf 1.717,64 zu. Moderater fielen die Gewinne an anderen europäischen Handelsplätzen aus. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,50% auf 2.995,30 Punkte nach oben.

 

Der Leitindex der Pariser Börse CAC vermeldete ein Plus von 0,44%, das Londoner Börsenbarometer FTSE einen Aufpreis von +0,14%. Bei den DAX-Einzelwerten standen die Papiere der Deutsche Börse AG sowie von ThyssenKrupp im Fokus der Anleger. Während die Papiere der Handelsplattform im Glauben auf ein Gelingen der Fusion mit der London Stock Exchange LSE um +3,7% gen Himmel aufstiegen, gewann der Anteilsschein von ThyssenKrupp +3,2% an Wert hinzu. Kurz vor Handelsschluss machten abermals Fusionsgerüchte mit der Salzgitter AG die Runde, die allerdings dementiert beziehungsweise unkommentiert blieben. Mit Abschlägen von -0,36% beziehungsweise -0,03% Abschlägen rutschten gestern die Aktien der Fresenius SE & Co. KGAA in den DAX-Tabellenkeller. Für den Start in den letzten Handelstag der Woche rechnen die Händler mit festeren Kursen. In diese Einschätzung eingebunden sind auch das Chartbild mit den gleitenden Durchschnitten und dem Bollinger-Band-Ausbruch.  Zudem sendet eine Vielzahl an technischen Indikatoren ein klares Kaufsignal aus.

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