Reformen des IWF – Finanzausstattung um 100% aufgestockt!


Bundesbank
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Der US-Kongress hat heute die Quoten- und Governance-Reform des

Internationalen Währungsfonds (IWF)

ratifiziert. Die Bundesbank begrüßt diesen Schritt. “Nun ist der Weg frei, die vereinbarten Reformen auch umzusetzen. Das ist eine gute Nachricht”, sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann in seiner Funktion als deutscher IWF-Gouverneur. Die Quoten- und Governance-Reform war bereits 2010 verabschiedet worden. Deutschland hatte das Reformpaket 2012 ratifiziert.



Emerging Markets

erhalten höheres Gewicht

Die Reformen geben den Schwellen- und Entwicklungsländern gemäß ihrer gestiegenen Bedeutung in der Weltwirtschaft ein stärkeres Gewicht bei Entscheidungen im IWF. Dies stärkt die Glaubwürdigkeit und Legitimität des IWF. Deutschland war mit einem Stimmanteil von 5,8% bislang drittgrößtes Mitglied im IWF und ist von diesen Verschiebungen betroffen. Künftig wird Deutschland mit 5,3% der Stimmrechte der viertgrößte Anteilseigner des IWF hinter den USA, Japan und China sein. Brasilien, Indien und Russland werden dann ebenfalls unter die zehn größten IWF-Mitglieder fallen.


IWF verdoppelt Quote

Durch das Wirksamwerden der Quotenerhöhung verdoppelt sich die reguläre Finanzausstattung des IWF. Dadurch erhält der IWF eine komfortable Ausstattung an eigenen Mitteln. Die Quoteneinzahlungen der Mitgliedsländer werden dann wieder die hauptsächliche Ressourcenbasis des IWF für seine Finanzhilfen sein, wie es seiner speziellen Konstruktion entspricht. Gemäß der ihr im deutschen IWF-Gesetz übertragenen Aufgabe wird die Bundesbank die für die höhere Quote Deutschlands erforderliche Einzahlung an den IWF leisten.

 

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