Unwissenheit groß: Nur jeder Fünfte will bisher Altersvorsorgedepot nutzen
Das von der Bundesregierung geplante staatlich geförderte Altersvorsorgedepot stößt in der Bevölkerung aktuell auf eine verhaltene Resonanz. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von flatex.
Noch deutlicher fällt das Bild bei der konkreten Nutzungsabsicht aus: Nur 19 Prozent der Befragten geben an, dass sie in den kommenden zwölf Monaten wahrscheinlich ein Altersvorsorgedepot eröffnen würden. Eine deutliche Mehrheit von 58,1 Prozent hält dies hingegen für unwahrscheinlich.
Mehrheit hält Altersvorsorgedepot nicht für finanziell attraktiver
Die Ergebnisse zeigen darüber hinaus, dass die Unsicherheit in der Altersvorsorge insgesamt hoch ist. Nur rund ein Drittel der Befragten (33,4 Prozent) fühlt sich in Bezug auf die eigene finanzielle Situation im Rentenalter gut abgesichert, während 60,7 Prozent angeben, sich weniger oder überhaupt nicht sicher zu fühlen.
Ein möglicher Grund für die Zurückhaltung gegenüber dem neuen Modell ist die bislang begrenzte Bekanntheit: Nur 47,5 Prozent der Befragten haben bereits vom Altersvorsorgedepot gehört, während 44 Prozent angeben, damit nicht vertraut zu sein.
Auch bei der Bewertung der Attraktivität zeigt sich ein gemischtes Bild. Lediglich 27,1 Prozent halten das Altersvorsorgedepot für finanziell attraktiver als klassische Altersvorsorgeprodukte. 35,3 Prozent sehen dies nicht so, während 37,6 Prozent sich hierzu keine Einschätzung zutrauen.
Hinzu kommen grundlegende Vorbehalte gegenüber kapitalmarktbasierten Anlagen. Als wichtigste Gründe gegen Investments in ETFs nennen die Befragten ein zu hohes Risiko (32,7 Prozent), finanzielle Schwankungen (24,5 Prozent) sowie steuerliche Aspekte (22,5 Prozent).
„Die Ergebnisse zeigen sehr klar: Das Interesse am Altersvorsorgedepot ist grundsätzlich vorhanden. Gleichzeitig wird deutlich, dass viele Menschen aktuell noch unsicher sind, ob und wie sie ein solches Angebot tatsächlich nutzen wollen. Zwischen grundsätzlicher Offenheit und konkreter Entscheidung klafft derzeit noch eine Lücke.“
– Tobias Spreiter, Head of flatex
„Gerade der hohe Anteil an Unentschlossenen zeigt, dass potentiell noch viel mehr Menschen vom Altersvorsorgedepot profitieren könnten: Entscheidend wird sein, den Zugang so einfach, transparent und verständlich wie möglich zu gestalten und Vertrauen in kapitalmarktorientierte Altersvorsorge aufzubauen“, so Spreiter weiter.
Disclaimer & Risikohinweis
70,3% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.
CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Themen im Artikel
Infos über flatex
flatex hat sich als Online Broker für den handelsaktiven Privatanleger am Markt positioniert. Das Handelsangebot umfasst den Handel mit Aktien, ETFs, Fonds, Zertifikaten, Anleihen, Optionsscheinen, Devisen sowie CFDs und zeichnet sich durch ein günstiges Preismodell und der Fokussierung auf ei...
flatex Nachrichten
-
Aktie im Fokus: Fraport – Analysten von Jefferies erwarten über 40% Kurspotenzial
Die im MDAX enthaltene Aktie des Konzerns Fraport notierte am 18. Mai 2026 via Xetra auf einem hier für die Analyse relevanten Zwischentief von 62,45...
-
Aktie im Fokus: Siemens Energy – Analysten von Jefferies prognostizieren über 50% Kurspotenzial
Die im DAX enthaltene Aktie von Siemens Energy notierte am 23. März 2026 notierte via Xetra auf einem hier für die Analyse relevanten Zwischentief von...
-
Aktie im Fokus: BNP Paribas – Analysten sehen weiteres Kurspotenzial
Die im EuroStoxx50 eingebundene Aktie des Konzerns BNP Paribas (Muttergesellschaft des deutschen Online Broker Consorsbank) notierte am 06. Juli 2026 auf einem hier für die...
-
DAX trotzt Halbleiter-Crash – Infineon, AMD, Intel & ASML geraten unter Druck!
Der Xetra-DAX beendete den Montag, den 13. Juli 2026 mit einem leichten Kursgewinn von 0,19 Prozent und 25.114,25 Punkten. Das Handelsvolumen via Xetra betrug rund...
-
Gold: Inflationsdruck durch Rohöl drückt Goldpreis zeitweise unter 4.000 Dollar
Neuer Inflationsdruck durch ansteigende Rohölnotierungen führen auch am Goldmarkt zur Besorgnis, dass die Zinsen steigen könnten. Der Preis für ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent...










