US-Notenbank: baldige Anhebung der Zinsen?

ActivTrades:


Der USD/JPY hat seine Erholung am Dienstag angesichts steigender US-Anleiherenditen und des festeren US-Dollar fortgesetzt. Das Paar kletterte zwischenzeitlich erstmals seit zwei Tagen wieder über die Marke von 113,50 JPY. Zum Handelsende behauptete es ein Plus von gut 60-Pips auf 113,65. Gleichzeitig hat die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ein Hoch bei 2,46 Prozent markiert, konnte das Niveau aber nicht halten und notierte im Vergleich zum Vorabend nahezu unverändert bei rund 2,438 Prozent. Auch die Rendite für japanische Schuldtitel handelte am Dienstag zur Kasse unverändert, wenngleich Investoren für Langläufer höhere Risikoaufschläge forderten.

Ein Blick auf den Wochenchart der 10-jährigen Rendite für US-Staatsanleihen zeigt, dass Investoren die Möglichkeit einer technischen Korrekturbewegung in Betracht ziehen müssen, nachdem sie zum wiederholten Mal an einem Stabilisierungsversuch über 2,5 Prozent scheiterte.

Jedoch sollte man den Chart im aktuellen Kontext lesen. Als weltgrößte Volkswirtschaft mit den umfangreichsten Finanzmärkten werden die USA von Investoren als sicherer Hafen angesehen, weil US-Staatsanleihen gegenüber ihren europäischen und japanischen Pendants eine höhere Rendite bieten. Angesichts der wiederaufflammenden Griechenland-Krise sowie der erhöhten politischen Unsicherheit in Frankreich, könnten US-Staatsanleihen im Fahrwasser turbulenter Finanzmärkte zulegen, weil die USA Mittelzuflüsse als sicherer Hafen anzieht.

Folglich sollten unverändert tendierende US-Renditen oder eine Einengung der Renditedifferenz zwischen den USA und Japan, den USD/JPY  nicht allzu sehr belasten. Nur ein Sprung in der Rendite für 10-jährige japanische Staatsanleihen und die daraus resultierende Einengung der Renditedifferenz könnte Druck auf den USD/JPY ausüben.
 

Im Fokus stehen am Mittwochabend die Sitzungsprotokolle der US-Notenbank Fed vom Februar. Von besonderem Interesse im Protokoll ist eine mögliche Debatte im Führungsgremium der Fed zur Frage, wie genau die Notenbank mit ihrer unter anderem durch Wertpapierkäufe massiv aufgeblähten Bilanz umgehen will. Angesichts der wirtschaftlichen Vitalität der US-Wirtschaft gilt eine baldige Anhebung der Zinsen unter Marktteilnehmer als ausgemachte Sache. Doch ein Ende der Ersatzkäufe auslaufender Anleihen, gemeinsam mit einer Leitzinserhöhung, könnte auf den Märkten als Signal für eine radikale Einschränkung der Geldversorgung aufgefasst werden und damit zu einem drastischen und für die Wirtschaft schädlichen Zinsanstieg führen.

Die Protokolle könnten also verdeutlichen, wie und wann dessen Entscheidungsträger ganz konkret ihre Bilanzsumme senken kann. Als Reaktion darauf könnte der US-Dollar auf breiter Front zulegen, wenn das Sitzungsprotokoll darauf hinweist, dass ein wachsender Konsens über eine Rückführung der Bilanzsumme besteht.

Darüber hinaus darf man gespannt sein, ob die Mitschriften die aggressive Rhetorik in Bezug auf die Inflation vom Statement am 01. Februar unterstreichen werden.

Malte Kaub

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