Relative Momentum Index

Der Relative Momentun Index (RMI) basiert auf Grundlage des bekannten Relative Strength Index. Der RMI wurde mit dem Ziel entwickelt, die Schwächen des RSI, insbesondere den unruhigen Verlauf des Indikators abzumildern.

 

Die Berechnung des RMI erfolgt ähnlich wie beim RSI über die Summierung der Kursveränderungen in der Beobachtungsperiode. Dazu wird im ersten Schritt das Momentum, also die Differenz zwischen aktuellem Schlusskurs und dem vor X – Tagen berechnet. Es wird sowohl für die positiven als auch für die negativen Kursveränderungen eine Summe gebildet.

Der weitere Verlauf der Berechnung ist kongruent zur Berechnung des RSI. Die Summe der aufwärtsgerichteten Kursveränderungen wird durch die Summe von aufwärts- und abwärtsgerichteten Kursveränderungen dividiert. Man erhält, nach einer Multiplikation mit 100, für den Indikator einen Wert zwischen 0 und 100.

 

Bei der Interpretation des RMI gibt es zwei Wege. Zum einen generiert der Indikator Handelssignale bei einem Schneiden der Mittellinie, also bei einem Wert von 50. Ein Schnitt von unten nach oben durch die Mittellinie bedeutet ein Kaufsignal und invers dazu stellt sich das Verkaufssignal dar.

Zum anderen können Divergenzen zwischen dem Kursverlauf und dem Verlauf des RMI als Einstiegssignale genutzt werden. Eine Divergenz entsteht, wenn der Kurs in einer Aufwärtsbewegung ein neues Hoch erreicht, der Indikator, jedoch kein neues Hoch ausbildet.

Hier spricht man dann von einer bärischen Divergenz und sollte ein short Engagement in Betracht ziehen. Auch hier gilt für mögliche long Einstiege der inverse Fall.

Divergenz treten jedoch im Vergleich zum Schneiden der Nulllinie nur recht selten auf, besitzen dafür aber eine sehr hohe Wertigkeit und zeigen oft Frühzeitig Trendwenden an.

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