DAX stürzt ab: Trumps Zölle lösen weltweite Turbulenzen aus

Globale Schockwellen: DAX kapituliert vor Trumps Zoll-Hammer

Es war das Schreckensszenario, das viele befürchtet hatten: Die Ankündigung neuer Strafzölle durch US-Präsident Donald Trump hat an den weltweiten Aktienmärkten eine heftige Verkaufswelle ausgelöst. Am gestrigen Dienstag ging es an den Börsen steil bergab. Nachdem der DAX bereits mit einem Verlust von 1,3 Prozent in die Woche gestartet war, gab er am Dienstag weitere 1,03 Prozent nach.

Damit markierte der Leitindex bei 24.702,12 Punkten den tiefsten Stand seit Anfang Januar und steuert nun gefährlich schnell auf die 24.000er-Marke zu.

Geopolitisches Orchester: Grönland als Zünglein an der Waage

Es mag verstörend klingen, doch Donald Trump schwingt sich aktuell zum unerbittlichen Dirigenten des geopolitischen Weltorchesters auf. Unter seiner Führung wird die Weltordnung neu sortiert: Wer sich den US-Plänen zur Aneignung Grönlands widersetzt, wird mit drakonischen Zöllen bestraft.

Investoren wissen, dass Zölle ein zweischneidiges Schwert sind. Zwar nutzen die USA sie als Hebel, doch auch sie sind auf Importe angewiesen. Sollten die Handelspartner mit Gegenzöllen reagieren, droht eine gefährliche Preisspirale, die die Inflation weltweit wieder anheizen könnte. Das aktuelle Wirtschaftsforum in Davos bietet zwar eine Plattform für Kompromisse, doch Trumps Strategie ist bekannt: Erst kommt die Peitsche, dann das Zuckerbrot – und das so lange, bis er seinen Willen durchgesetzt hat.

Charttechnik am Abgrund: Droht der Rückfall auf 20.000 Punkte?

Aus technischer Sicht ist der DAX massiv angeschlagen. Von einer Bodenbildung fehlt derzeit jede Spur. Selbst kurzzeitige Erholungsphasen sollten in diesem Umfeld nicht überbewertet werden. Marktbeobachter ziehen bereits Vergleiche zum „Zoll-Chaos“ vom vergangenen April, als der Index um über 18 Prozent einbrach.

Sollte sich die Geschichte wiederholen und die diplomatischen Bemühungen in Davos scheitern, könnte der DAX bis in den Bereich von 20.000 Punkten durchgereicht werden.

Die aktuelle Unterstützung im Bereich von 24.500 Punkten ist die letzte Bastion vor einem tieferen Fall.

Vorsicht ist daher das oberste Gebot – der Boden ist noch lange nicht in Sicht.

DAX Chart

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