DAX muss die 25 000 aufgeben – Trumps Zolltiraden sind zurück

Zur Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Nahen Osten kehrte mit neuen Strafzollandrohungen aus dem Weißen Haus jetzt ein alter Bekannter auf die Liste der Risikofaktoren zurück. US-Präsident Trump will höhere Zölle gegen Länder aus der Eurozone und Großbritannien verhängen.

Damit ist zumindest für den heutigen Tag die Entscheidung gefallen, in welche Richtung sich der DAX von der Marke von 25 000 Punkten entfernt – es geht erst einmal wieder abwärts.

DAX Chart

Die Stimmung an der Börse wird angespannter und viele Investoren werden zunehmend nervöser.

Denn die Entwicklung am Aktienmarkt bildet derzeit nur bedingt die Realwirtschaft ab.

Das könnte sich spätestens dann rächen, wenn die Euphorie für die Halbleiteraktien und den KI-Sektor abnimmt.

Gleichzeitig ist die Situation im Iran unverändert und die Ölpreise weiter hoch.

 

Öl Chart

Die Konjunktur in der Eurozone zeigt sich derzeit noch stabil, aber von Wachstum kann keine Rede sein. Getragen werden die Zuwächse an den europäischen Aktienmärkten insbesondere von den Technologieaktien und den Rüstungsunternehmen.

Die vor dem Irankrieg aufgekommene Hoffnung auf eine wirtschaftliche Belebung hatte auch mal die Aktien aus dem Automobilsektor und der Chemiebranche etwas beflügelt. Jetzt sieht es allerdings so aus, als ob diese Hoffnungen bereits wieder verflogen sind.

Das Preisniveau in der Eurozone bleibt hoch und liegt weit über dem Notenbankziel von zwei Prozent. Das dürfte das bestimmende Thema auf der in der kommenden Woche stattfindenden Notenbanksitzung werden.

Mit einer Zinserhöhung wird fest gerechnet.

Mit der Kombination aus den beschriebenen Risikofaktoren und einer restriktiveren Geldpolitik könnte sich gerade ein Sturm an den Börsen zusammenbrauen, der lediglich noch durch die KI-Euphorie in Schach gehalten wird.

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