DAX legt Rückwärtsgang ein – Lage in Nahost eskaliert wieder

Die Marke von 25 000 Punkten konnte der DAX nicht halten, folgerichtig geht es jetzt erst einmal abwärts.

In die neue Woche dürfte der deutsche Leitindex wieder deutlich darunter bei rund 24 400 Zählern starten.

Die Entwicklungen im Nahen Osten über das Wochenende bestätigen einmal mehr, wie fragil und unvorhersehbar die dortige Lage ist.

Trotz einer vereinbarten Waffenruhe kommt es erneut zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und dem Iran.

Das setzt den Verhandlungspartner unter Druck und führt zu einem Anstieg der Ölpreise.

Damit sind alle Befürchtungen hinsichtlich einer hartnäckigen Inflation zurück im Markt und treffen auf Anleger, die sich jetzt entscheiden müssen, ob sie vor der Sommerpause lieber noch etwas Risiko aus ihren Depots nehmen.

 

Rohöl Chart

 

Zusätzlich führten die deutlich besser als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten am vergangenen Freitag zu einem Anstieg der Renditen am Anleihemarkt. Damit kommt erneuter Bewertungsdruck für Aktien auf, da Anleihen zunehmend eine Alternative zu einem möglicherweise überhitzten Aktienmarkt darstellen.

Auch in Asien blieben diese Ereignisse nicht ohne Folgen, insbesondere die Technologieaktien gerieten unter Abgabedruck. Zusätzlich drückten schlechter als erwartete Zahlen zum Wirtschaftswachstum aus Japan auf die Stimmung.

Die heutige Tagesagenda wurde mit den gerade publizierten Auftragseingängen der deutschen Industrie bereits abgeschlossen. Diese fielen mit einem Minus von 3,8 Prozent schlechter als der erwartete Rückgang von zwei Prozent aus.

Aus technischer Sicht könnte sich der DAX heute in einer Handelsspanne zwischen 24 250 und 24 500 Punkten bewegen.

 

DAX Chart

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