DAX rutscht weiter ab – EZB vor Zinserhöhung

Eine weiterhin fehlende Kauflaune lässt den DAX in Frankfurt weiter abrutschen und dürfte für ein leichtes Minus auch zum heutigen Handelsstart sorgen.

Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt und undurchsichtig.

Während hinter den Kulissen zwar höchstwahrscheinlich weiter über einen Waffenstillstand verhandelt wird, überziehen sich beide Seiten mit Angriffen.

Gleichzeitig werden die Anleger vor dem anstehenden Börsengang von SpaceX nervös, trennen sich von den Highflyern der vergangenen Wochen und nehmen Gewinne mit und Risiko raus.

Elon Musks Weltraumfirma will morgen 75 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt einsammeln, die an anderer Stelle fehlen könnten.

Zudem droht bei der hohen Bewertung eine Enttäuschung, die sich sehr schnell über den Gesamtmarkt entladen könnte.

Die Aktienmärkte in Japan und Südkorea können sich heute wieder etwas stabilisieren und wurden von Kursgewinnen bei den Halbleiter- und KI-Werten getragen.

In China leidet der Markt unter dem Verkaufsdruck bei den Schwergewichten Alibaba und JD.com.

Der Technologiegigant Oracle hat gestern nachbörslich besser als erwartete Quartalszahlen vorgelegt, aber mit den geplanten Investitionen negativ überrascht.

Das Unternehmen benötigt rund 40 Milliarden Dollar zur Finanzierung der KI-Infrastruktur.

Die Aktien verloren im nachbörslichen Handel fast zehn Prozent.

Oracle Chart

Der DAX dürfte heute maßgeblich von der Sitzung der Europäischen Zentralbank und deren Ergebnissen beeinflusst werden.

Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte gilt als ausgemacht.

Wichtiger ist deshalb die Begleitmusik von Christine Lagarde auf der anschließenden Pressekonferenz. Zudem stehen neue Zahlen zum Arbeitsmarkt und die Erzeugerpreise aus den USA auf der Agenda.

Aus technischer Sicht könnte sich der DAX heute in einer Handelsspanne zwischen 24 000 und 24 400 Punkten bewegen.

Bis zur Bekanntgabe des Zinsentscheids dürfte sich der Handel in eher ruhigen Kursbahnen bewegen.

 

DAX Chart

 

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