DAX tritt weiter auf der Stelle – Anleger verkaufen gute und schlechte Nachrichten

Die Google-Mutter Alphabet konnte mit ihren Quartalszahlen zwar die Erwartungen übertreffen, dennoch geriet die Aktie nachbörslich unter Druck. Wie schon vor der Berichtssaison zu befürchten war, ist gut nicht mehr gut genug und die Neigung, auch bei guten Nachrichten lieber Gewinne mitzunehmen, ist hoch.

Etwas anders die Situation bei Tesla: Der E-Auto-Pionier enttäuschte mit seinem Zahlenwerk und wurde entsprechend ebenfalls verkauft. Der positive Lichtblick des Abends: ServiceNow konnte besser als erwartete Daten vorlegen und die Aktien stiegen nachbörslich. Dafür aber hatten sich die Investoren im Vorfeld von den Aktien des Cloudanbieters getrennt und den Kurs unter Druck gebracht.

Bei den hohen Bewertungen im Markt fällt es den Investoren zunehmend schwerer, eindeutige Investitionsentscheidungen in Reaktion auf die Bilanzvorlagen zu treffen. Auch in Asien gab es zwar leichte Gewinne bei Halbleiter- und KI-Unternehmen, der Handel blieb jedoch insgesamt stark zurückhaltend. Die Situation im Iran trägt in Anbetracht der weiterhin hohen Energiepreise auch zu einer Art Schockstarre der Investoren bei.

 

Alphabet Chart

 

Der Zahlenreigen setzt sich am heutigen Handelstag mit den Daten von Nestlé, Roche und Traton fort. Außerdem warten die Anleger auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank, vor allem aber auf die anschließende Pressekonferenz. Denn der Markt rechnet nicht mit einer Veränderung der Zins- und Geldmarktpolitik. Umso entscheidender dürften die begleitenden Worte von Christine Lagarde mit Blick auf die Inflationserwartungen der Notenbank werden. Abgerundet wird der Tag durch die US-Arbeitsmarktdaten und das Verbrauchervertrauen in der Eurozone.

Es bahnt sich nicht unbedingt ein langweiliger Handelstag an, dennoch sollte sich das Handelsvolumen weiter in sommersaisonalen Grenzen halten.

Aus technischer Sicht könnte sich der Dax heute in einer Spanne zwischen 24 900 und 25 150 Punkten bewegen und die runde Marke weiter als Orientierungspunkt behalten.

 

DAX Chart

 

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