Tinnitus: Ursachen und Therapiemöglichkeiten

ERGO: Es rauscht, pfeift, zischt oder rattert: Wer schon einmal einen Tinnitus hatte, weiß, wie lästig die ungewollte Geräuschkulisse ist. In Deutschland leiden laut Deutsche Tinnitus-Liga e.V. rund 3 Mio. Menschen an chronischen Ohrgeräuschen.

Wie sie entstehen, was die Ursachen sind und welche Therapien es gibt, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Was genau ist ein Tinnitus? 
Das Wort Tinnitus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Klingeln“. „Betroffene können aber auch ein Pfeifen, Rauschen, Hämmern, Zischen, Summen oder Klopfen hören“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter. Treten solche Geräusche nicht nur für wenige Sekunden oder Minuten auf, sondern dauerhaft oder immer wieder für einen längeren Zeitraum, handelt es sich um einen Tinnitus.

Mediziner unterscheiden zwei Arten: Der subjektive Tinnitus ist nur für den Patienten selbst hörbar, den objektiven Tinnitus können auch Dritte wahrnehmen. Er ist deutlich seltener und wird beispielsweise von Gefäßverengungen verursacht.

Ein Tinnitus kann in jedem Lebensalter auftreten, wobei die meisten Betroffenen zwischen 40 und 50 Jahre alt sind, wenn sie erstmals einen Tinnitus erleben. Aber: „Seit einigen Jahren steigt der Anteil von Patienten bis zum 30. Lebensjahr, vermutlich wegen lärmintensiver Freizeitaktivitäten“, so Reuter. Chronisch wird das Leiden, wenn es länger als drei Monate andauert.

 

 

Ursachen 
„Die Ursachen für einen Tinnitus können ganz unterschiedlich sein“, weiß der Gesundheitsexperte. „Lärm, Mittelohrentzündungen, ein Hörsturz oder auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen dazu. Ob auch Stress eine Ursache ist, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Allerdings berichtet etwa die Hälfte der Erkrankten mit einem chronischen Tinnitus von erheblichem Stress in der Vergangenheit oder der Gegenwart.“

Besonders gefährdet ist, wer in einer lauten Umgebung arbeitet, zum Beispiel auf einer Baustelle oder als Barkeeper in einem Nachtclub.

Vorbeugen und behandeln 
Die beste Vorsorge ist, Lärm und Stress zu vermeiden. „Wer häufig auf Konzerte oder in Clubs geht, sollte Ohrstöpsel tragen. Musikhören mit Kopfhörern ist nur bei mäßiger Lautstärke und auch nicht stundenlang empfehlenswert. Bei arbeitsbedingtem Lärm ist ein Hörschutz dringend notwendig“, rät der Gesundheitsexperte.

Entspannungstechniken und bewusste Entschleunigung können helfen, Stress abzubauen. Die Behandlung eines akuten Tinnitus ist schwierig, da es derzeit keine wissenschaftlich gesicherte Therapie gibt.

„Erfahrungsgemäß hilft es den Patienten, ein wenig Abstand vom Alltag zu gewinnen, mäßig Sport zu treiben und sich zu entspannen“, weiß Reuter. Ist beispielsweise eine Ohrerkrankung die Ursache für die störenden Geräusche, wird sich der Arzt auf die Behandlung dieser Krankheit konzentrieren und so auch den Tinnitus bekämpfen.

Patienten mit einem chronischen Tinnitus helfen Therapien, bei denen sie lernen, die ständigen Ohrgeräusche auszublenden oder mit Musik zu überlagern. „Wichtig ist vor allem, dem Quälgeist im Ohr keine allzu große Aufmerksamkeit zu schenken“, schließt Reuter ab.

 

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