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Wie man Falschgeld erkennt

Targobank: Auch wenn derzeit beinahe täglich über die Abschaffung des Bargelds diskutiert wird, werden allein in Deutschland noch gut die Hälfte aller Geschäfte und Einkäufe in bar abgewickelt. Doch die Tatsache, dass Münzen und Scheine nach wie vor beliebt sind, birgt auch Gefahren. Die Zahl der Fälschungen ist 2017 zwar zurückgegangen – dennoch lohnt es sich weiterhin, beim Bargeld genauer hinzuschauen.

Der Volksmund nennt unaufrichtige Menschen gerne „falsche Fuffziger“. Die Bezeichnung geht auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück und wurde für gefälschte preußische 50-Taler-Scheine gebraucht, die damals von einer Berliner Bande in Umlauf gebracht worden waren; später bezog sich der Begriff auf nachgemachte Fünfzig-Pfennig-Münzen.

Und auch heute sind die „falschen Fuffziger“ besonders begehrt. 2017 waren in der Bundesrepublik über die Hälfte der nachgemachten Euro-Scheine Fünfziger, knapp gefolgt von 20-Euro-Scheinen, deren Anteil bei gut 20 Prozent lag. Die Gesamtzahl der Fälschungen sank aber gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent. Die Einführung neuer Geldscheine stellt die Fälscher offenbar vor größere Probleme.

Geldscheine sind mehrfach gesichert
Bei genauer Betrachtung lassen sich die Fälschungen gut erkennen. Auf jedem Geldschein, der seit 2013 gedruckt wurde, befindet sich in Hologramm mit dem Porträt der Europa. Wenn der Schein gekippt wird, erscheint es im silbernen Streifen am Rand.

Außerdem ist in dem Streifen ein Euro-Zeichen und der Nennwert des Scheins zu erkennen. Das Porträt der Europa erscheint zudem als Wasserzeichen. Schließlich gibt es eine sogenannte Smaragdzahl, auf der sich beim Kippen ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Die Zahl verändert ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau.

Der 2017 neu eingeführte 20-Euro-Schein enthält noch ein weiteres Sicherheitsmerkmal: Im Hologramm befindet sich ein sogenanntes Porträt-Fenster. Wird der Geldschein gegen das Licht gehalten, wird das Fenster durchsichtig. Das Europa-Porträt ist dann auf beiden Seiten des Geldscheins sichtbar. Münzen werden zwar seltener gefälscht, aber auch hier gibt es Möglichkeiten, einen falschen von einem echten Taler zu unterscheiden.

Am ehesten lässt sich die Echtheit der Stücke auf ihrem Rand überprüfen. Die Schrift darauf sollte klar geprägt und die Riffelung gleichmäßig sein. Auch Flecken auf der Münze oder eine ungewöhnliche Färbung können Hinweise auf eine Fälschung sein. Grobe Abweichungen bei Format, Farbe oder Bildelementen gibt es eher selten. Erst die nähere Betrachtung, die Überprüfung an Hand der Sicherheitsmerkmale, macht eine Unterscheidung möglich.

Die Sicherheitsmerkmale des 2017 neu eingeführten 50-Euro-Scheins sind die gleichen, wie bei den sich bereits auf dem Markt befindenden neuen Fünfern, Zehnern und Zwanzigern: Europa-Porträt auf beiden Seiten, Porträt-Fenster im Hologramm und Durchsichtigkeit bei Licht. Mit diesen Neuerungen könnte auch der „falsche Fuffziger“ bald Geschichte sein.

Polizei sofort informieren
Grundsätzlich gilt: Benachrichtigen Sie sofort die Polizei, wenn Sie Falschgeld erhalten. Bei der Weiter- oder Rückgabe von Falschgeld können Sie sich genau wie bei der Herstellung von Falschgeld strafbar machen.

Für Falschgeld gibt es außerdem keinen Ersatz. Daher sollten Verkäufer auch die Ware nicht vor Bezahlung mit gültigem Geld herausgeben. Falsche sowie als falsch verdächtige Münzen sind bei der zuständigen Filiale der Bundesbank einzureichen.

 

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