Aktie im Fokus: SAP – charttechnisch über 20% Kurspotential möglich

Die im DAX enthaltene Aktie des Konzerns SAP notierte am 02. Juni 2026 via Xetra auf einem hier für die Analyse relevanten Zwischenhoch von 173,24 Euro. Seitdem korrigierte die Aktie bis zum 23. Juli 2026 auf ein Zwischentief von 127,50 Euro erholen.

Zuletzt handelte die SAP Aktie im Bereich rund um die 181,42 Euro Marke.

Aufgrund dieses Kursverlaufs wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite zu ermitteln.

  • Die Widerstände fänden sich bei 190,71 Euro, 201,51 Euro und 218,98 Euro.
  • Die Unterstützungen wären bei 173,24 Euro, 162,44 Euro, 155,76 Euro und 144,97 Euro abzuleiten.

 

SAP Chart

 

SAP Kursziele

Die Analysten der UBS vergaben ein Ziel von 201,00 Euro. Dieses Ziel wäre mit dem hier technisch ermittelten Widerstand von 201,51 Euro ausreichend zu bestätigen.

 

SAP Chart

 

Analyse der Broker-Test.de Redaktion

SAP: die Fundamentaldaten

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von SAP liegt aktuell bei 26,9 und damit auf einem Niveau, das eine gewisse Wachstumserwartung des Marktes widerspiegelt. Für die kommende Periode wird ein KGV von 25,2 ausgewiesen, was auf einen erwarteten Anstieg des Gewinns hindeutet. Auch das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 4,8 zeigt, dass die Aktie deutlich über dem bilanziellen Eigenkapital bewertet wird. Das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA von 16,5 rundet das Bild einer eher hoch bewerteten Aktie ab.

Bei der Ertragskraft zeigt SAP solide Werte: Die operative Marge liegt bei 27,6%, was auf eine profitable Geschäftstätigkeit hindeutet. Die Eigenkapitalrendite von 18,3% zeigt, wie effizient das Unternehmen das eingesetzte Eigenkapital in Gewinne umwandelt. Das Umsatzwachstum von 9,4% gegenüber dem Vorjahresquartal deutet auf eine anhaltende Geschäftsausweitung hin.

Die Dividendenrendite von 1,4% fällt vergleichsweise moderat aus. Die Ausschüttungsquote von 38,3% zeigt, dass gut ein Drittel des Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet wird, während der übrige Teil im Unternehmen verbleibt, etwa für Investitionen oder den Ausbau des Geschäfts.

 

SAP – Kennzahlen im Überblick
Bewertung und Ertragskraft auf einen Blick
26,9×
Kurs-Gewinn-Verhältnis (aktuell)
25,2×
Kurs-Gewinn-Verhältnis (erwartet)
1,4%
Dividendenrendite
38,3%
Ausschüttungsquote
Quelle: Broker-Test.de

 

Nächster Quartalstermin: 21. Oktober 2026.

SAP: Fazit für Anlegertypen

Für risikoaverse Anleger dürfte SAP vor allem über die fundamentale Solidität interessant sein: Eine operative Marge von 27,6%, eine Eigenkapitalrendite von 18,3% und ein Umsatzwachstum von 9,4% gegenüber dem Vorjahresquartal zeichnen das Bild eines profitablen und wachsenden Geschäfts. Allerdings ist die Dividendenrendite mit 1,4% eher schmal bemessen, auch wenn die Ausschüttungsquote von 38,3% signalisiert, dass hier noch Spielraum für künftige Erhöhungen bestünde. Wer auf laufende Erträge und Stabilität setzt, dürfte dies stärker gewichten als kurzfristige Kursfantasie.

Risikoaffine Anleger könnten sich hingegen an der Bewertung stören: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 26,9 (beziehungsweise 25,2 auf Basis der erwarteten Gewinne), einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 4,8 und einem EV/EBITDA von 16,5 ist die Aktie alles andere als günstig bewertet. Wer bereit ist, für Qualität und Wachstum einen Aufschlag zu zahlen, findet in den fundamentalen Wachstumsraten eine gewisse Rechtfertigung dafür – eine Sicherheitsmarge bietet die aktuelle Bewertung jedoch kaum.

Kurzfristig orientierte Anleger sollten die Diskrepanz zwischen Charttechnik und Analystenmeinung im Blick behalten: Während der höchste charttechnische Widerstand ein Potential von 21% andeutet, begrenzt das höchste Analystenziel von UBS mit 201,00 Euro die Erwartung auf lediglich 11% – und deckt sich damit fast exakt mit dem technischen Widerstand bei 201,51 Euro. Diese Übereinstimmung könnte als Bestätigung gelesen werden, dass die Marke um 201 Euro tatsächlich eine relevante Hürde darstellt, an der sich kurzfristige Bewegungen erst einmal entscheiden dürften.

Langfristig orientierte Anleger dürften dagegen weniger auf einzelne Widerstandsmarken schauen als auf die fundamentale Entwicklung. Die Kombination aus zweistelligem Umsatzwachstum, hoher operativer Marge und solider Eigenkapitalrendite spricht grundsätzlich für die Qualität des Geschäftsmodells, während die anspruchsvolle Bewertung nahelegt, dass ein Teil dieser Stärke bereits im Kurs eingepreist sein könnte. Ob sich das charttechnisch skizzierte Potential von bis zu 21% tatsächlich realisieren lässt, dürfte damit auch davon abhängen, ob SAP das aktuelle Wachstumstempo nachhaltig fortsetzen kann.

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