Alle reden plötzlich vom Metaverse – Aber schafft Virtual Reality tatsächlich den Durchbruch?

CMC Markets: Erstmals Schlagzeilen machte das Wort Metaverse 1998 in einem Science-Fiction-Roman von Neil Stephenson. Aber spätestens, nachdem Facebook-Chef Mark Zuckerberg sein Unternehmen in Meta umbenannt hat und sich genau in diesem Metaverse quasi neu erfinden will, fragen sich viele, was eigentlich dahintersteckt.

Bei Anlegern kommt zudem noch die Frage auf, welche Branchen und Unternehmen denn von diesem Trend, so er sich denn in der Tat beschleunigt, profitieren. Es ist die nächste Apple im Metaverse gesucht.

 

VR-Brillen sind noch kein Smartphone

Das Metaverse ist eine alternative, komplett digitale Welt mit einem digitalen Ich, quasi eine Weiterentwicklung des Internets, in dem Nutzer in virtuellen Welten, die immer online sind, Kontakte knüpfen, einkaufen und Unterhaltung konsumieren können.

Soweit die Theorie, aber wie sieht die Praxis aus? Um das Erlebnis von Computerspielen und Anwendungen dreidimensional werden zu lassen, benötigt man zunächst einmal eine Virtual Reality (VR)-Brille.

Statistiken zeigen allerdings, dass diese Brillen nach dem Kauf ihre Zeit größtenteils nur im Schrank verbringen, die dauerhafte Nutzung nach einem ersten positiven Erlebnis Fehlanzeige. Ganz anders als beim Smartphone. Statt dieses wochenlang in den Schrank zu verfrachten, nutzt jeder nahezu jede freie Minute sein Smartphone.

Stellt sich also beim Thema VR die Frage, woran es hapert. Sind es die noch zu geringen Anwendungsmöglichkeiten oder ist es die umständliche Nutzbarkeit der Brillen, die teilweise noch sehr klobig daherkommen. Auch an dieser Frage dürfte sich entscheiden, ob sie jemals den Durchbruch schaffen werden.

 

Die Technologie entwickelt sich rasant

Anfang der Woche legte das US-Unternehmen Roblox zwar einen wahren Kurssprung aufs Parkett, nachdem der VR-Computerspiele-Hersteller im abgelaufenen Quartal seinen Verlust halbierte und den Umsatz verdoppelte.

Die Nische der jungen Gamer scheint Roblox also besetzen zu können. Ein Beweis für den Alltagsnutzen des Metaverse für eine breite Bevölkerung liefert das aber noch lange nicht.

Meta-Chef Mark Zuckerberg ist allerdings davon überzeugt, dass der Durchbruch von VR bevorsteht. Er investiert bereits seit vielen Jahren massiv in den Bereich Metaverse – vor der Meta Quest 2 VR-Brille gab es bereits eine erste Version der Brille und die Oculus Go aus Zuckerbergs Imperium.

Die Technologie entwickelt sich rasant. Die Brillen werden kleiner, bieten neue Funktionen, eine höhere Auflösung und kommen teilweise auch vollständig ohne Controller und Hand-Tracking aus. Man kann also mit Handgesten den Computer bedienen, um es einfach auszudrücken.

 


 

Fängt nur der frühe Vogel den Wurm?

Zuckerberg könnte sich mit seinen frühen Anstrengungen nun ein Art Burggraben bauen und für die nachfolgende Konkurrenz hohe Einstiegshürden in den Markt schaffen. Denn das Geschäft rund um das Metaverse ist schon jetzt heiß begehrt.

So verkaufen sich digitale Inhalte wie besonders aufwendige Avatare oder detailgetreu nachgebildete Flugzeug-Modelle für einen Flugsimulator sehr gut und kosten teilweise drei- bis vierstellige Summen.

Während andere Projekte und Brillen nicht plattformgebunden sind, macht Meta bei der Nutzung seiner Brillen einen Facebook-Account zur Pflicht, weshalb sie in Deutschland zum Beispiel noch gar nicht vermarktet werden dürfen.

Mit dieser Art Monopol wäre Meta in der Lage, aus digitalen Inhalten und Werbeeinnahmen rund um das Metaverse eine profitable Einnahmequelle in der Zukunft zu generieren.

Die Blockchain setzt ebenfalls auf das Metaverse. Hier ist der Ansatz die vollständige Dezentralisierung. Blockchains wie Axie Infinity, Decentraland, Enjin Coin oder The Sandbox erleben einen Höhenflug.

Bei Metaverse-Blockchains zählt die absolute Dezentralisierung, bei Mark Zuckerberg die absolute Zentralisierung. Wer sich durchsetzt, ist ungewiss.

 

Vieles ist noch reine Spekulation

Für Anleger heißt das: Hier könnte sich zwar in den nächsten Jahren ein hohes Wachstum ergeben und für die Unternehmen, die diesen Bereich besetzen können, könnte es sich lohnen.

Noch ist aber nicht absehbar, ob es sich lohnen wird und welche Unternehmen sich durchsetzen werden – geschweige denn, ob sich Virtual Reality überhaupt als Technologie durchsetzen wird, die von vielen Menschen genutzt wird.

Daher ist dieser Bereich im jetzigen Stadium als ein rein spekulatives Investment anzusehen.

Disclaimer & Risikohinweis

77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.

Weitere Trading News Weitere Trading News