Bundesbank weiter im Minus

Die Deutsche Bundesbank hat 2025 erneut einen Milliardenverlust ausgewiesen. Wie das Institut am Donnerstag in Frankfurt meldete, stand ein Minus von rund 8,6 Milliarden Euro in der Bilanz – der zweithöchste Fehlbetrag in der Geschichte der Notenbank. Eine Gewinnüberweisung an den Bund fällt damit im sechsten Jahr in Folge aus. Verglichen mit dem Rekordminus von mehr als 19 Milliarden Euro im Jahr 2024 hat sich der Verlust 2025 allerdings mehr als halbiert.

„Wir haben zwar weiter finanzielle Belastungen zu tragen, sie lassen aber nach“, ‌sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel am Donnerstag in Frankfurt. Aus heutiger Sicht dürfte sich diese positive Entwicklung fortsetzen. Dennoch sei weiterhin Geduld gefragt, denn das Institut werde im laufenden Jahr erneut einen Jahresfehlbetrag ausweisen.

Vor allem die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie der Kampf gegen die Inflation hatten die Bundesbank in den vergangenen Jahren eine Menge Geld gekostet und Rücklagen aufgezehrt.

 

Bundesbank: Wert der Goldreserven kräftig gestiegen

Unterdessen haben die deutschen Goldreserven im vergangenen Jahr deutlich an Wert gewonnen. Die Bundesbank bezifferte den Wert aller Goldbestände per Ende 2025 in ihrem Geschäftsbericht auf 395,2 Milliarden Euro.

Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor hatte der Wert bei etwas mehr als 270 Milliarden Euro gelegen. Die deutschen Goldreserven profitierten dabei von einem starken Anstieg des Goldpreises auf dem Weltmarkt.

 

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