CMC Markets: DAX pendelt um 10.000-Punkte-Marke

CMC Markets:

  • DAX pendelt um 10.000-Punkte-Marke
  • Ruhiger Feiertagshandel nach positiven Konjunkturdaten aus Asien

US-Indizes mit neuen Höchstkursen und positive Konjunkturdaten aus Asien geben dem DAX zum Wochenstart positive Impulse, so richtig anstecken ließen sich die deutschen Anleger am Vormittag davon allerdings nicht. Der DAX pendelt bis zum Mittag lustlos um die 10.000-Punkte-Marke. Bei einem Mangel an wichtigen Wirtschaftsdaten, dürften erst die US-Börsen etwas mehr Volatilität in den Markt bringen.

Am Freitag hatten die US-Börsen nach den Nonfarm-Payrolls für den Monat Mai weiter zulegen* können und den Dow Jones bis auf ein neues Rekordhoch bei 16.924 getrieben. Die Investoren zeigten sich erfreut, dass der Arbeitsmarkt sich weiter erholen konnte und die Jobverluste durch die Finanzkrise wieder wettgemacht wurden. Allerdings hatten die Zahlen einen kleinen Schönheitsfehler, denn nach einem Nachholeffekt nach dem eisigen Winter stagnierte die Arbeitslosenquote bei 6,3 Prozent. Auch die Partizipationsrate blieb unverändert bei niedrigen 62,8 Prozent. Es bleibt zu hoffen, dass durch den wirtschaftlichen Aufschwung auch die hohe Langzeitarbeitslosigkeit abnimmt.

Positive Daten folgten auch aus Japan. Da das Bruttoinlandsprodukt der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt in der Periode von Januar bis März stärker als erwartet zulegte, hob die Regierung heute die vorläufigen Daten an. Statt 5,9 Prozent habe die hochgerechte Jahresrate real 6,7 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vorquartal erhöhte sich die Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent statt 1,5 Prozent. Kräftiger ansteigen konnten auch die Ausgaben der japanischen Unternehmen mit 7,6 Prozent statt 4,9 Prozent. Aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung von 5 auf 8 Prozent am 1. April war für das erste Quartal ein erhöhter Konsum erwartet worden. Die aktuellen Zahlen lassen allerdings hoffen, dass der wirtschaftliche Erholungspfad Japans stärker ausfällt als viele erwarten.

Chinesische Konjunkturdaten vom Wochenende stimmen ebenfalls weitestgehend optimistisch. So konnte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ihre Exporte im Mai erneut** steigern. Im Vergleich zum Mai 2013 stiegen die Exporte um sieben Prozent. Einen Wehrmutstropfen bildet der Rückgang der Importe um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, der eine nachlassende Binnennachfrage signalisiert. Um ihr Wachstumsziel von etwa 7,5 Prozent in diesem Jahr zu erreichen, könnte damit der Druck auf die chinesische Regierung steigen, zusätzliche Konjunkturmaßnahmen zu beschließen.
Charttechnisch gesehen handelt der DAX gegenwärtig an der Oberseite eines umgedrehten Dreiecks im tertiären Trend, welches vor dem Risiko eines kleinen Rücksetzers warnt. Ein Ausbruch nach oben würde bei Werten über gegenwärtig knapp 10.020 Punkten erfolgen.

Der EUR handelt momentan bei knapp 1,3620 USD wieder unter seinem 200-Tage-Durschnitt bei rund 1,3650 USD. Damit könnte möglicherweise wieder ein Test der langfristigen, bullischen Fib-Fächerlinie bei knapp 1,3605 anstehen. Sollte diese halten, könnte dies dem Währungspaar wieder Auftrieb geben. Bei einem Bruch wiederum könnte als nächstes die charttechnische Unterstützung bei 1,3590 USD, darunter sogar die 1,3510 USD getestet werden.
Während der Dow Jones vorbörslich gegenwärtig minimal über seinem Freitagsschlusskurs handelt, liegt der S&P 500 momentan leicht darunter.

* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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