CMC Markets: DAX springt auf neues Allzeithoch / Nach europäischen und ukrainischen Wahlen zeigen sich Anleger optimistisch

CMC Markets: Nach der Europawahl und der ukrainischen Präsidentschaftswahl setzen die Märkte zu Beginn der Woche in Asien wie in Europa ihren Höhenflug fort. Zwar haben rechtspopulistische und EU-skeptische Parteien in Europa, wie befürchtet, kräftig zulegen können, allerdings scheint der Markt dies vorweg genommen zu haben und Investoren auf kein allzu großes Störfeuer für die bisherige europäische Politik zu hoffen.

Der deutliche Wahlsieg des Milliardärs Viktor Poroschenko bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine weckte wiederum Hoffnungen auf eine Stabilisierung der Lage und Beilegung des Konfliktes in der Region. Russlands Außenminister Sergej Lawrow erklärte heute Morgen, dass seine Regierung den Ausgang der Wahlen respektieren und mit Poroschenko zusammenarbeiten werde. Poroschenko will sich bereits in der ersten Juni-Hälfte mit der russischen Führung treffen um über eine Lösung der verfahrenen Situation zu beraten. Während seines Wahlkampfes hatte Poroschenko erklärt, dass er die „Besatzung der Krim“ nie akzeptieren würde, weshalb die Verhandlungen nicht einfach werden dürften. Beobachter trauen ihm aber zu, die Spaltung der Ukraine zu überwinden. Die Kämpfe mit den Separatisten setzen sich derweilen fort. Die prorussischen Anhänger besetzten bereits gestern Nacht den Flughafen von Donezk. Das ist die Krisenregion, die Poroschenko versprach als Erstes besuchen zu wollen. Auch wenn man nur hoffen kann, dass die Ukraine nun einen Pfad der Stabilisierung betritt, gilt es weiterhin die Entwicklungen in der Region zu beobachten.

Der DAX sprang direkt zur Handelseröffnung über das vormalige Hoch bei 9.810 Punkten und erreichte im Handelsverlauf im Hoch knapp 9.876 Punkte. Mit dem neuen Hoch rückt nun auch psychologisch die 10.000-Punkte-Marke näher. Beflügelt werden die Märkte auch von den positiven Vorgaben aus den USA. So schloss der S&P 500 am Freitag bei einem neuem Rekordschluss-Stand von rund 1.900 Punkten. Allerdings kamen die Gewinne bei dem niedrigsten Handelsvolumen dieses Jahres zustande, was zur Vorsicht mahnen sollte. Heute sind die Börsen in den USA aufgrund des Memorial Days geschlossen, weshalb von hier keine Impulse kommen. Charttechnisch liefert uns die Divergenz zwischen zwischen dem Kursverlauf und dem MACD im 4-Stundenchart ein Warnsignal. Als der DAX das letzte Mal ein neues Hoch von 9.810 Punkten erreichte, folgte ein schneller Abverkauf, weshalb Anleger darauf achten sollten, ob der DAX auch im Plus schließen kann.

Der EUR verbleibt mit gegenwärtig 1,3640 US-Dollar nach der Stärkung der Euro-Gegner im EU-Parlament nahe an einem Drei-Monatstief. Auf einer Konferenz in Lissabon sagte EZB-Präsident Mario Draghi in einer Rede heute Vormittag, dass die EZB davon ausgehe, dass sich die Inflation mittelfristig wieder in Richtung 2 Prozent bewegen wird. Allerdings würde die Europäische Zentralbank Maßnahmen vorbereiten um eine Deflationsspirale in der Währungsunion zu verhindern. Die europäischen Notenbanker befürchten, dass ein Teufelskreis aus fallenden Preisen, Erwartungen nachgebender Verbraucherpreise und weiter fallende Kreditdynamik die wirtschaftliche Erholung in der EU torpedieren könnte. Am Markt wird weiterhin das Szenario einer Leitzinssenkung und Einführung eines negativen Einlagenzinssatzes für Banken auf der nächsten EZB-Zinssitzung am 05. Juni hoch gehandelt. Dies steht im Kontrast zu den USA, wo die geldpolitischen Stimuli langsam auslaufen und bereits über das Datum einer Zinserhöhung spekuliert wird.

Die Commerzbank-Aktie war am Vormittag der größte Gewinner im DAX, nachdem der „Spiegel“ berichtete, dass der Bund bis mindestens 2016 seine Anteile am Finanzunternehmen halten möchte. Demnach sei die Bank erst auf halbem Weg seiner Genesung und der Staat hoffe, die Anteile später mit einem höheren Gewinn verkaufen zu können.

In den USA sind die Börsen heute aufgrund des Memorial Day geschlossen.

* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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