CMC Markets: DAX verteidigt 9.600-Punkte-Marke / Notenbank-Entscheidungen und -Protokolle im Fokus

CMC Markets: Die schwachen Vorgaben aus den USA und Japan halten generell den Abgabedruck auf den DAX zwar auch heute aufrecht, dennoch kann der deutsche Leitindex bis zum Mittag etwa das Vortagesschluss-Niveau verteidigen, nachdem dieser am Vormittag noch bis auf knapp 9.583 Zähler zurückgefallen ist. Auch die zweite Reihe kann sich der gedämpften Stimmung nicht entziehen und legt nur leicht zu*. Sitzungsprotokolle und Leitzinsentscheidungen verschiedener Notenbanken stehen heute im Fokus.

Auch heute setzt der DAX seinen relativ trendlosen Handel fort. Nicht nur die fehlenden Impulse in Form wichtiger europäischer Konjunkturdaten lassen die Anleger zurückhaltend agieren. Noch vor der mit Spannung erwarteten Zinssitzung der europäischen Zentralbank am 05.06.2014 stehen am Sonntag die Europawahl und Präsidentschaftswahl in der Ukraine auf der Agenda, die jeweils Risiken für die Börse bergen. Anleger scheinen sich im Vorfeld nicht zu weit aus dem Fenster hängen zu wollen.

Ein Erstarken der nationalistischen Parteien könnte die politische Entscheidungsfindung in der Währungsunion erheblich beinträchtigen und auch den Reformprozess in Europa torpedieren. Im Vorfeld fallen gegenwärtig die Anleihekurse italienischer, portugiesischer und spanischer Anleihen und treiben damit deren Renditen in die Höhe.

Bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine bleibt wiederum fraglich, ob die Separatisten und Russland den Ausgang dieses Referendums tatsächlich anerkennen werden oder sich die Lage nicht möglicherweise noch weiter zuspitzt.
An der Währungsfront zeigten die heute veröffentlichten Sitzungsprotokolle des letzten Treffens der Bank of England vom 7. und 8. Mai, dass mehrere Komitee-Mitglieder eine Leitzinserhöhung stärker in Betracht zu ziehen scheinen. Dem britischen Pfund half das zu Gewinnen* gegen US-Dollar den fünften Tag in Folge.

Der japanische Yen (JPY) wiederum konnte heute gegen den Euro und US-Dollar zulegen, nachdem die japanische Notenbank den Leitzins unverändert bei 0,1 Prozent belassen hatte, was im Vorfeld von Analysten*** auch erwartet worden war. Insbesondere die anschließende Pressekonferenz trug zur Stärkung des YEN bei, da die Notenbank bezüglich der Konjunkturaussichten zuversichtlich ist und Spekulationen um eine Lockerung der geldpolitischen Stimulation einen Dämpfer erteilte.

Unter den Einzelwerten konnten sich heute defensive Werte an die Spitze des DAX setzen*, so beispielsweise Aktien der Eon und RWE, die beide von einer positiven Analysteneinschätzung profitieren konnten. Der Stahlkocher ThyssenKrupp wiederum stieß heute auf Abgabedruck*. Das Unternehmen bestätigte heute einen Bericht des „Handelsblatt“, demnach eine polnische Tochtergesellschaft ins Visier der Staatsanwaltschaft wegen dem Verdacht auf illegale Preisabsprachen geraten ist.

Am Abend richtet sich der Fokus auf die Sitzungsprotokolle der Offenmarktausschuss-Sitzung vom 28. und 29. April, auf der eine weitere Reduzierung des Anleihekaufprogramms der amerikanischen Notenbank um monatlich 10 Milliarden US-Dollar beschlossen wurde. Auf der folgenden Pressekonferenz hatte Fed-Chefin Janet Yellen damals die Märkte mit der Andeutung einer potenziellen Zinswende schon im zweiten Quartal 2015 überrascht. Investoren werden heute das Protokoll genau nach Hinweisen durchsuchen, wie lange die Fed plant die Niedrigzinspolitik fortzusetzen.

Vorbörslich handelt der Dow Jones gegenwärtig über dem gestrigen Schlusskurs, während der S&P 500 kaum verändert steht.
* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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