DAX: Die 11.700 sind und bleiben das Kernlevel

Admiral MarketsDer Dax ging am Montagmorgen der vergangenen Handelswoche bei 11.477 Punkten in den vorbörslichen Handel. Er startete damit 632 Punkte unter der ersten vorbörslichen Notierung am Montagmorgen der Vorwoche und 92 Punkte unter dem Wochenschluss der Vorwoche. Am Montag wurde bereits das Wochentief formatiert. Der Dax stieg dann kontinuierlich an und konnte sich bis zum Handelsschluss über die 11.600 Punkte schieben.

 

Die Aufwärtsbewegung fand am Dienstag seine Fortsetzung. Der Index stieg bis zum Abend an die 11.800 Punkte und konnte diese am Mittwochmorgen dann überwinden und mit einem Spike bis an die 11.850 Punkte laufen. Diese Bewegung wurde dann aber wieder ab verkauft. Der Dax sackte bis an die 11.670 Punkte zurück, konnte am Donnerstag noch einmal über die 11.700 Punkte steigen, die 11.800 Punkte aber nicht mehr erreichen.

Am Donnerstagnachmittag setzte dann breite Schwäche ein, die den Index bis unter die 11.500 Punkte brachte. Hier konnte sich der Dax stabilisieren und wieder über die 11.500 Punkte laufen. Am Freitag ging es dann aber übergeordnet seitwärts und nicht mehr wesentlich über die 11.600 Punkte.

Das Wochenhoch liegt deutlich unter dem Level der Vorwoche. Der Dax hat damit in der vierten Woche hintereinander ein tieferes Hoch formatiert. Das Wochentief allerdings wurde über dem Niveau der Vorwoche ausgebildet. Die Range war deutlich kleiner wie in der KW 41/2018 und lag mehr oder weniger auf dem Level des Jahresdurchschnitts.

In der Woche konnte der Dax erneut keinen Gewinn ausweisen. Es ist die vierte Verlustwoche in Folge. Stichtagsbezogen liegt der Dax aktuell gut 1.400 Punkte unter dem Niveau des Vorjahres. Vor 12 Monaten die Herbstrallye, in diesem Jahr lässt sie noch auf sich warten.


 

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der Dax mit dem Überschreiten der 11.838/40 Punkte weiter bis an die 11.856/58 Punkte laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, unser maximales Anlaufziel auf der Oberseite wurde jedoch nicht ganz erreicht. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 11.470/68 Punkte knapp unter unser nächstes Anlaufziel bei 11.451/49 Punkten.

DAX – Wie könnte es weitergehen:

  • DAX-WS 11.557…..11.604/35/56/85…..11.737/60/79/87…..11.801/13…..11.923/40/82…..12.009/26
  • DAX-US: 11.503…..11.473/43/12…….11.395/87/69/52/11…..11.289/53/23

DAX Chartcheck – Betrachtung im 4h Chart:
Der Dax ist in den letzten Handelstagen nicht wirklich weitergekommen. Er hat es zwar geschafft, sich über die 11.700 Punkte zu schieben und auch die 11.850 Punkte zu erreichen, er konnte sich aber nicht über der 11.700 Punkte Marke festsetzen. Es ist im Gegenteil noch einmal unter den Wochenschluss der Vorwoche gegangen. Den Aufwärtsdrang hat in der letzten Handelswoche vor allem die EMA50 eingeengt.

Der Dax konnte diese Linie zwar mehrmals anlaufen, sich aber nie über diese Durchschnittslinie schieben. Damit könnten Erholungen in der kommenden Handelswoche zunächst bis an die 11.680/700 Punkte laufen. Bereits hier wird die Luft wieder dünner.

 

Die Bullen wären erst wieder im Vorteil, wenn sie es schaffen, zwei grüne Kerzen hintereinander über der EMA50 zu formatieren. Dann wäre das Potential zunächst bis in den Bereich der 11.800/20 gegeben. Sollte der Bereich auch überwunden werden (auf Tagesschlussbasis) dann wäre übergeordnet Luft bis an die 12.000/50 Punkte.

Auf der anderen Seite könnten die Rücksetzer zunächst bis an die 11.400/380 Punkte gehen. Hier hätte der Index die Möglichkeit auf Erholung. Geht es darunter wären die 11.200 bzw. die 11.000 Punkte das übergeordnete Anlaufziel.

Fazit: Das Fazit aus der letzten Woche bleibt bestehen: die Bullen müssen den Dax jetzt wieder über die 11.700 Punkte bringen. Das ist und bleibt das Kernlevel der nächsten Handelstage. Schaffen sie es, könnte wieder die Perspektive auf die 12.000 Punkte gegeben sein; scheitern sie, könnten übergeordnet weitere größere Rücksetzer drohen.

DAX Wochenausblick & Chartanalyse 22.10.2018

DAX – Das große Bild:
Italien hat jetzt, trotz der massiven EU Proteste, den Haushalt für das kommende Jahr eingereicht. Es ist nicht davon auszugehen, dass Dieser genehmigt wird. Die Frage die sich stellt ist, was die Alternative bzw. die Optionen für die EU sind.

Fakt ist, dass Italien und die EU Kommission zwei diametral unterschiedliche Positionen haben: Italien weiß, dass es “too big too fail” ist und nutzt dies aus. Auf der anderen Seite wird die EU dem nicht nachgeben wollen, bzw. können.

Die Finanzierung Italiens ist in den letzten Wochen zunehmend kostspieliger geworden. Dazu beitragen wird sicherlich, dass die Ratingagentur Moody´s am Freitagabend die Kreditwürdigkeit Italiens herabgestuft hat. Italien fehlt damit nur noch eine Stufe, um auf Ramschniveau zu sein.

Ein anderes Sorgenkind macht auch wieder von sich reden. Griechenland könnte kurz- und mittelfristig erneute Probleme mit den Banken und deren Verschuldung bekommen. Damit könnte es erneut Probleme mit seiner Verschuldung, bzw. mit der Finanzierung bekommen. Es zeigt sich zunehmend, dass das Land noch Jahre (oder Jahrzehnte?) benötigen wird um auf eigenen Beinen zu stehen.

Die Frage ist auch, ob nicht ein erneutes Hilfspaket geschnürt werden muss, bzw. ob es irgendwann zu einem erneuten Schuldenschnitt kommt, nachdem bereits vor Jahren private Geldgeber und Unternehmen auf 100 Mrd. EUR verzichten mussten.


 

Der Brexit ist natürlich auch noch ungelöst – der dritte Unsicherheitsfaktor. Die EU und der EUR stehen damit vor einer Reihe von nachhaltigen Problemen und Herausforderungen. Die EZB wird auch am Donnerstag nichts an der aktuellen Geldpolitik ändern, davon ist auszugehen. Die Zentralbank lässt sich damit deutlich mehr Zeit die Zinsen anzupassen, als dies die FED gemacht hat. Diese hat bereits durchblicken lassen, dass es in diesem Jahr durchaus noch zu einem weiteren Zinsschritt kommen kann.

Die US Zentralbank hat damit deutlich bessere Möglichkeiten einem Abschwung entgegen zu wirken. Die Frage die sich stellt ist, was die EZB tun wird, sollte sich eine wirtschaftliche Abschwächung einstellen. Allzu viele Optionen hat sie nicht.

Die Einschätzung für die neue DAX Handelswoche:

Long Setups: Die Bullen könnten zunächst versuchen, den Dax über die 11.550 Punkte-Marke zu schieben und dort zu stabilisieren. Wenn dies gelingt, könnte der Dax versuchen, die 11.568/70 und dann die 11.585/87 Punkte zu erreichen. Denkbar ist, dass es bereits hier zu Problemen kommen könnte weiter nach Norden zu laufen. Schafft es der Index, sich über die 11.585/87 Punkte zu schieben, so wären die nächsten Anlaufziele bei 11.609/11, bei 11.627/29, bei 11.638/40 und dann bei 11.652/54 Punkte zu suchen.

Kann sich der Dax über die 11.652/54 Punkte schieben, so könnte er dann die 11.667/69, die 11.679/81, die 11.692/94 und dann die 11.702/04 bzw. die 11.710/12 Punkte anlaufen. Vorstellbar ist, dass es erneut schwierig werden könnte im Bereich der 11.702/712 Punkte weiter zu kommen. Im Zweifel ist hier die Aufwärtsbewegung beendet, bzw. der Dax könnte mehrere Anläufe benötigen, sich über dieses Level zu schieben.

Gelingt es ihm, sich über die 11.710/12 Punkte zu schieben, so wären die 11.725/27, die 11.739/41, die 11.755/57 und dann die 11.778/80 bzw. die 11.786/88 Punkte weitere denkbare Anlaufziele. Über der 11.786/88 Punkte-Marke wären die 11.796/98 bzw. die 11.806/08 Punkte die nächsten Anlaufziele. Auch im Bereich der 11.806/08 Punkte könnte es schwer werden weiter zu kommen, sollte der Index soweit laufen. Bei ausgesprochener Aufwärtsdynamik könnte der Dax auch noch die 11.824/26, die 11.844/46, die 11.862/64, bzw. die 11.886/88 Punkte erreichen.

 

Short Setups: Kann sich der Dax nicht über die 11.550 Punkte-Marke schieben, so könnten Rücksetzer zunächst bis an die 11.534/32, an die 11.512/10 bzw. an die 11.494/92 Punkte gehen. Rutscht der Dax unter die 11.494/92 Punkte so könnte er dann bis an die 11.477/75, an die 11.458/56 bzw. bis an die 11.442/40 Punkte laufen. Unter der 11.440/42 Punkte Marke wären die nächsten denkbaren Anlaufziele bei 11.423/21, bei 11.407/05 und dann bei 11.384/82 Punkte zu suchen.

Kann sich der Dax bei 11.384/82 Punkten nicht erholen, so könnten weitere Abgaben bis an die 11.365/63, an die 11.349/47, an die 11.333/31 bzw. an die 11.315/13 Punkte gehen. Unter der 11.315/13 Punkte-Marke könnte der Dax dann die 11.294/92, die 11.276/74, die 11.251/49, die 11.227/25 bzw. die 11.208/06 Punkte erreichen.

Die wichtigen Marken auf Basis unseres DAX Setup:

  • Box-Bereich: 13.790 bis 6.669
  • Tagesschlusskurs-Marken sind: 12.189 und 11.206
  • Intraday-Marken: 11.861 und 12.298
  • Die Range wäre: 16.722 bis 1.778

Übergeordnete erwartete Tendenz in der KW 43/2018: seitwärts/aufwärts

Weitere Analysen zum DAX:
Wochenausblick: DAX mit kleinem Wochenplus
DAX zurück im Korrekturmodus – Berichtssaison mit sehr holprigem Start
DAX: Die Erholung war nur von kurzer Dauer

Disclaimer
Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 85 % der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Die Basisinformationsblätter („KID”) zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier, den ausführlichen Hinweis zu Marktkommentaren hier und den ausführlichen Warnhinweis zu Handelsrisiken über folgenden Link: https://admiralmarkets.de/risikohinweis

Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Die Informationen sollen lediglich eine selbstständige Anlageentscheidung des Kunden erleichtern und ersetzt nicht eine eventuell nötige anleger- und anlagegerechte Beratung. Die genannten Finanzinstrumente werden lediglich in Kurzform beschrieben.

Lesen Sie den kompletten (oder weitere) Warnhinweis(e) über folgenden Link: DISCLAIMER: https://admiralmarkets.de/risikohinweis

Disclaimer

Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 81 % der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Die Basisinformationsblätter („KID”) zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier (https://admiralmarkets.de/start-trading/kontoeroeffnung-leicht-gemacht/antraege-dokumente), den ausführlichen Hinweis zu Marktkommentaren hier und den ausführlichen Warnhinweis zu Handelsrisiken über folgenden Link: DISCLAIMER: https://admiralmarkets.de/risikohinweis Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge