DAX fährt im Zuge griechischer Schulden-Posse Achterbahnfahrt

FXCMDie Griechenland-Posse ging am Dienstag in die nächste Runde, der DAX setzte seine Achterbahnfahrt entsprechend fort.

Nachdem die Aussicht auf eine Einigung in letzter Minute zwischen Athen und seinen Gläubigern die Runde machte, konnte der DAX sein ursprüngliches Minus von knapp 2% nahezu vollständig wieder aufholen und eroberte die 11.000er Marke zurück. Doch eine solche Einigung in letzter Sekunde scheint in meinen Augen äußerst unwahrscheinlich, beinhaltet sie doch, dass Alexis Tsipras für ein „Ja“ beim Referendum am 05. Juli bei seinen Landsleuten wirbt.
 

Und ein solches hatte Tsipras noch am Montagabend ausgeschlossen, im griechischen Fernsehen recht deutlich gemacht, wofür er und seine Partei steht. Dort hatte Tsipras gesagt, „Wenn die Menschen einen Ministerpräsidenten haben wollen, der sich erniedrigt, dann können sie sich einen suchen“ und somit im Umkehrschluss seinen Rücktritt bei einem „Ja“ des griechischen Volkes in Aussicht gestellt.
 

Ich persönlich denke mittlerweile, dass es für den DAX überhaupt gar keine Rolle spielt, ob es zu einem Austritt Griechenlands aus dem Euro kommt oder nicht.
 

Sowohl bei einem Ausscheiden, aber auch bei einem Verbleib im Euro  wird die EZB gar nicht umhin kommen, die Geldschleusen noch einmal ein Stückchen weiter aufzumachen und ihr im März begonnenes Anleiheaufkaufprogramm auszudehnen. Während nämlich zwar aus rechtlicher Perspektive bzgl. eines „Grexit“ die Lage sich nicht ganz so klar darstellt, man Griechenland nicht ohne Schwierigkeiten (wenn überhaupt) aus dem Euro befördern kann, hat die EZB dank des europäischen Gerichtshofs zumindest bzgl. weiterer Anleiheaufkäufe seit zwei Wochen grünes Licht. Und dieses wird sie ausnutzen, sollte es am Markt zu turbulent werden.
 

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass deutsche Aktien Rendite-technisch mittelfristig alternativlos bleiben, ich bei einem eventuellen Unterschreiten der 10.800er Marke spätestens im Bereich um 10.100 Punkte die ersten Schnäppchenjäger und Stabilisierungskäufe erwarte.

 

Von Jens Klatt

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