DAX Marktüberblick am 8. Juni 2020

flatex: Der Deutsche Aktienindex schloss am Freitag mit einem weiteren deutlichen Kursgewinn von 3,36 Prozent bei 12.847,68 Punkten. Das Handelsvolumen betrug recht hohe 7,48 Milliarden Euro. Wer hätte dies wohl gedacht. Der DAX schiebt sich in Windeseile der 13.000-Punkte-Marke entgegen und weist seit dem Jahresanfang nur noch ein Minus von 3,03 Prozent auf. Auf Sicht eines Jahres liegt der deutsche Leitindex sogar mit 6,66 Prozent im grünen Bereich.

Seit seinem Corona-Crash-Tief von 8.255,65 Punkten, hat der DAX somit 4.592,03 Indexpunkte an Boden gutgemacht.

Neben einer Lockerung der Reisebeschränkungen dürften es aber vor allem ganz klare Gründe für diese massive Aufwärtsbewegung geben.

Auf der einen Seite zieht die Wall Street den DAX wie in einem Sog gen Norden, auf der anderen Seite sind es die enormen Stimuli der EZB und seit neuestem auch der Bundesregierung. Allein das PEPP-Programm der EZB wurde am Donnerstag auf stolze 1,35 Billionen Euro angehoben und die deutsche Konjunkturspritze mit einem Volumen von 130 Milliarden Euro tat ihr Übriges.

Zudem könnte auch ein Blick auf die Terminmarktdaten der Eurex nicht schaden. Am 19. Juni 2020 findet der Hexensabbat statt.

An diesem Tag verfallen Terminkontrakte wie Futures und Optionen auf den DAX, sowie Futures und Optionen auf Einzelaktien.

 


 

Man halte sich fest: Es gibt recht hohe Open Interest-Volumina bei 13.200 Punkten, 14.000 Punkten und sogar bei 14.400 Punkten. Am Freitag gingen auch die restlichen umsatzstarken europäischen Indizes mit starken Kursgewinnen aus dem Handel. Der EuroStoxx50 beendete den Handelstag mit einem Plus von 3,76 Prozent bei 3.384,29 Zählern. An der Wall Street konnten die führenden US-Indizes Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 allesamt kräftig zulegen. Der NASDAQ100 erreichte mit einem Zugewinn von 2,02 Prozent und einem Punktestand von 9.824,39 Zählern sogar ein neues Rekordhoch und liegt auf Jahressicht nun sogar 12,50 Prozent im Plus – als hätte es die Corona-Pandemie und auch die sozialen Unruhen in den USA nie gegeben. In den USA rückt nun das Ende der Berichtssaison näher.

Von den S&P500-Konzernen haben bereits 492 Unternehmen ihre Quartalszahlen für das erste Quartal vorgelegt, wie einem Bericht von Schwab zu entnehmen war. 59 Prozent der S&P500-Unternehmen haben einen besser als prognostizierten Gewinn je Aktie ausgewiesen. Die grauenvollen Quartalszahlen werden für das zweite Quartal erwartet.

Die größte – positive – Überraschung kam allerdings vom US-Arbeitsmarkt.

Im Monat Mai schuf die US-Wirtschaft erfreulicherweise 2,509 Millionen neue Stellen. Anders als erwartet, fiel die US-Arbeitslosenquote mit 13,3 Prozent noch „milde“ aus. Die Prognosen sahen rund 19,5 bis 20 Prozent.

Die neue Börsenwoche beginnt nur mit wenigen volkswirtschaftlichen Daten. Am Morgen wurde schon um 08:00 Uhr die deutsche Industrieproduktion für den Monat April ausgewiesen und um 10:30 Uhr folgt noch das Sentix-Investorenvertrauen für den Juni. Von der Unternehmensseite berichten unter anderem die US-Konzerne Thor Industries, Caseys General Stores und Coupa Software von ihren jeweils aktuellen Quartalsergebnissen.

 

 

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte wiesen mehrheitlich Kursgewinne auf.

Auch die US-Futures notierten kurz vor dem Ende der asiatischen Handelszeit durchweg mit Zugewinnen.

Die ersten DAX-Indikationen lagen am Morgen bei 12.776 Punkten.

 


 

Zur Charttechnik:

Der Deutsche Aktienindex ging am Freitag via Xetra mit einem Kursgewinn von 3,36 Prozent bei 12.847,68 Punkten aus dem Handel. An der charttechnischen Situation hatte sich auch zum Wochenschluss nichts verändert. Der übergeordnete Kursverlauf vom Rekordhoch des 17. Februar 2020 bei 13.795,24 Punkten bis zum Verlaufstief des 16. März 2020 bei 8.255,65 Punkten wäre weiterhin heranzuziehen, um den nächsten Widerstand beim Rekordhoch von 13.795 Punkten auszumachen.

Auf der Oberseite wäre zudem die Kurslücke vom 21. Februar auf den 24. Februar anzuführen, die von 13.500,50 bis 13.236,58 Punkten noch offensteht.

Die Unterstützungen kämen unverändert bei den Marken von 12.488/11.679/11.025 und 10.372 Punkten in Betracht.

Die nächstgelegenen noch offenstehenden Kurslücken wären jeweils bei den Marken von 12.558,24 Punkten, 12.055,57 Punkten und 11.729,98 Punkten (jeweils die untere Kurslückenkante) geschlossen.

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