DAX Morgenanalyse: Vonovia und Lanxess unter Druck – Energiepreise belasten Märkte

Der Xetra-DAX schloss am Donnerstag, den 19. März 2026 mit einem Kursverlust von 2,82 Prozent und 22.839,56 Punkten. Das Handelsvolumen via Xetra betrug recht hohe 6,30 Milliarden Euro.

Am Donnertag legten bereits am Morgen eine Reihe von deutschen Konzernen ihre Jahreszahlen vor, darunter auch der DAX-Konzern Vonovia und der MDAX-Konzern Lanxess – beide Aktien verloren prozentual zweistellig. Das Wertpapier von Vonovia beendete den Xetra-Handel mit einem Abschlag von 12,12 Prozent und einem Kurs von 21,61 Euro. Der gesamte europäische Immobiliensektor kam am Donnerstag unter Druck. Zu einem nicht geringen Anteil dürfte der Krieg im Nahen und Mittleren Osten dafür verantwortlich zeichnen, der die Energiepreise für Öl und Gas auf absehbare Zeit verteuern wird. Der dadurch entstehende Inflationsdruck dürfte sich auch auf die Zinsentwicklung auswirken. Vor allem höhere Renditen der Bundesanleihen mit einer zehnjährigen Laufzeit drücken die Hypothekarzinsen ebenso gen Norden. Finanzierungen und vor allem Refinanzierungen dürfte für den ein oder anderen Immobilienbesitzer deutlich belasten.


Die Zahlen von Vonovia: Von 2024 auf 2025 verbesserten sich eine Reihe von Kerndaten durchaus. Das Ergebnis vor Steuern lag in 2024 noch bei einem Fehlbetrag von 603,4 Millionen Euro, in 2025 konnte ein Plus von 2,528 Milliarden Euro erzielt werden. Das auf die Anteilseigner entfallene bereinigte Periodenergebnis legte von 1,463 auf 1,541 Milliarden Euro zu, das auf die Anteilseigner entfallene bereinigte Periodenergebnis je Aktie stieg von 1,79 auf 1,85 Euro. Vonovia plant für 2025 mit einer Dividendenzahlung von 1,25 Euro je Aktie.

Das Wertpapier von Lanxess fiel um 11,53 Prozent auf 12,00 Euro. Weitere 100 Millionen Euro einsparen, 550 Stellen abbauen und ein mehr als schwaches konjunkturelles Umfeld für die Chemiebranche verhageln den Lanxess-Aktionären den Donnerstag. Die Umsatzerlöse fielen im Vergleich zu 2024 von 6,366 auf 5,673 Milliarden Euro, das Konzernergebnis sackte von einem Fehlbetrag von 177 Millionen Euro auf einen Fehlbetrag von 577 Millionen Euro deutlich ab. Zumindest die Nettofinanzverbindlichkeiten baute der Konzern von 2,381 Milliarden Euro in 2024 auf 2,023 Milliarden Euro in 2025 weiter ab.

Hohe Tagesverluste soweit das Auge reicht – die führenden europäischen Aktienindizes in Amsterdam, London, Madrid, Mailand, Paris und Zürich fielen am Donnerstag alle über 2 Prozent zurück. Auch der Euro Stoxx50 sackte um 2,14 Prozent auf 5.613,83 Punkte ab.

An der Wall Street verloren die führenden US-Indizes Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 allesamt – die Verluste konnte man jedoch als recht moderat bis leicht bezeichnen. Der Dow Jones gab mit 0,44 Prozent am stärksten ab und schloss mit 46.021,43 Punkten. Insgesamt blickt man auf der einen Seite auf den heutigen großen Verfallstag an den Terminbörsen (Hexensabbat) und die dadurch zusätzlich entstehende Volatilität. Auf der anderen Seite bleibt aber auch die Sorge vor immer weiter ansteigenden Energiepreisen der Hauptgrund für die mehr als schwachen Kursveräufe an den führenden Aktienmärkten.

Der an der „Intercontinental Exchange“ (ICE) gehandelte führende europäische Erdgaskontrakt „Dutch TTF Natural Gas Futures“ stieg seit dem Kriegsausbruch am Golf von rund 30 auf 55 Euro je Megawattstunde (MWh) im derzeitigen April2026er-Kontrakt. Der ebenfalls an der „ICE“ gehandelte Brent Crude Oil Mai2026er-Kontrakt notierte intraday bereits bei 119,13 US-Dollar je Fass, kam am Donnerstag zum Handelsschluss an der Wall Street jedoch auf zeitweise 107,50 US-Dollar zurück.

Am heutigen Freitag stehen lediglich aktuelle Quartalszahlen des chinesischen Elektroautomobilkonzerns Xpeng zur Veröffentlichung an. Am Morgen publizierten die Unternehmen Fuchs, Krones und Bechtle bereits ihre Jahreszahlen.

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte schlossen am Freitag mehrheitlich mit Zugewinnen. Der Nikkei225 legte eine feiertagsbedingte Pause ein. Die US-Futures wiesen in der asiatischen Handelszeit durchweg leichte Kursgewinne auf.

 

 

DAX Kursziele

Der Xetra-DAX schloss am Donnerstag, den 19. März 2026 mit einem Kursverlust von 2,82 Prozent und 22.839,56 Punkten. Der Xetra-DAX bildete am Donnerstag im Vergleich zum Vortag ein tieferes Tief und tieferes Hoch aus. Aus diesem Grund wäre an der Analyse vom Verlaufstief des 21. November 2025 von 22.943,06 Punkten bis zum Rekordhoch des 13. Januar 2026 von 25.507,79 Punkten festzuhalten, um die nächsten Ziele zur Ober- und Unterseite näher zu ermitteln.
  • Die Widerstände kämen weiterhin bei den Marken von 22.943/23.548/23.923/24.225/24.528/24.903 und 25.508 Punkten in Betracht.
  • Die Unterstützungen wären nach wie vor bei den Projektionen zur Unterseite von 22.338/21.963 und 21.358 Punkten zu ermitteln.

 

DAX – Chart

 

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