DAX30-Index – Gute Zeit für Ausbruchstrategien?

ETX Capital: Der Kurs des DAX30-Index bewegt sich mit Kursen um 10.500 Punkten aus charttechnischer Sicht im neutralen Bereich, jedoch mit einem „bearishen Beigeschmack“. Ein Blick auf den Tageschart des deutschen Leitindex offenbart, dass der DAX30-Index auf dem Weg nach unten ist und die nächste wichtige charttechnische Unterstützungszone erst im Kursbereich zwischen 10.123 Punkten bis 9.900 Punkten zu finden ist.
 

Und auch das Nervositätsbarometer des DAX30-Index, der VDAX, notiert nach wie vor oberhalb von 20 Prozent und mahnt noch zur Vorsicht. Das könnte aus Sicht der Charttechnik den Schluss zulassen, dass sich die momentanen Kurse um 10.500 Punkte nicht für neue Long Positionen anbieten. Erst ab Kursen um 10.000 Punkte könnte demnach auf eine Bodenbildungsformation im DAX30 spekuliert werden.


Da aber kurz vor und nach dem Jahreswechsel Umschichtungen und Neuengagements von großen Investoren und Fonds erwartet werden könnten, sollten die charttechnischen Widerstände im Tageschart im Auge behalten werden. Sollte der DAX30-Index über die lokalen Hochs bei 10.830 Punkten ausbrechen, dann könnte sich eine Ausbruchstrategie anbieten.


Da zwischen den Feiertagen eine dünne Liquiditätslage erwartet werden könnte, besteht die Möglichkeit, dass der DAX30-Index schnelle und starke Kursbewegungen aufgrund von Umschichtungen und Neuengagements hinlegt. Die Antriebsfaktoren könnten hier die Erwartung eines mittelfristig schwachen Euros sein. Die Hoffnung darauf, dass die EZB ihr Anleihenkaufprogramm zu Beginn des neuen Jahres ausweitet, könnte den EUR/USD-Kurs weiter fallen lassen und in Folge den DAX30-Index nach oben treiben.

Von Oliver Bossmann

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