DAX30-Index – Ausbruch nach unten endgültig?

ETX Capital: Der Kurs des DAX30-Index eröffnete den heutigen Handelstag mit einem "Gap
down" von circa 100 Punkten im Vergleich zu den Tagesschlusskursen von
gestern. Damit gehört die lethargische Seitwärtsbewegung der letzten Wochen
der Vergangenheit an. Es ist also endlich wieder Bewegung in den deutschen
Index gekommen. Es stellt sich nun die Frage, ob der Ausbruch nach unten
nachhaltig ist.

Aus charttechnischer Sicht scheint die Situation relativ klar. Wie ein Blick
auf den Tageschart des deutschen Börsenbarometers zeigt, könnte der Kurs des
DAX30 bis in den Bereich um die Marke von 10.190 bis 10.090 Punkten fallen.
Denn erst hier verläuft die nächste charttechnische Widerstandszone.

Solange der Ausbruch nach unten noch jung ist, können die Bullen aber
hoffen, dass die Gap-Bewegung eine weitere Finte ist, um die Shorties aus
der Reserve zu locken. Denn viele charttechnisch-orientierte und
kurzfristige Trader könnten nun auf den fahrenden Zug aufspringen.
 

Sollte der Versuch, nach unten durchzubrechen, scheitern und der Kurs des
DAX30-Index die Stärke finden, wieder in die Seitwärtsrange zurückzulaufen,
dann wäre das sehr bullish zu sehen. In Folge könnte ein kleiner
Short-Squeeze entstehen. Es könnte sozusagen Schwung geholt werden, um im
nächsten Schritt endgültig aus der Seitwärtsrange der letzten Wochen nach
oben auszubrechen.

Noch aber gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Situation versöhnlich für
die Bullen aufgelöst werden kann. Jedoch sollten kurzfristige Trader
Vorsicht walten lassen und nicht blind auf den noch jungen Abwärtstrend
aufspringen. Vor allem der saisonale Aspekt spricht gegen eine Fortsetzung
der scharfen Abwärtsbewegung.

Ein Fazit der heutigen Analyse könnte sein, dass kurzfristig die Schließung
des 100-Punkte-Gaps auf dem Plan steht. An der charttechnisch starken
Widerstandszone, die zwischen den Marken von 10.576 bis 10.539 Punkten liegt
und die zuvor die untere Range-Begrenzung darstellte, könnte sich dann
entscheiden, ob der Ausbruch aus der Seitwärtsrange nachhaltig ist.

Von Oliver Bossmann

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