Der DAX zeigt Widerstandskraft – Angst vor dem globalen Handelskrieg

Bernstein Bank: Gegenbewegung nach dem Abverkauf: Der DAX zieht am Dienstagvormittag wieder an. Tags zuvor hatten die Anleger nach einem soliden Start wegen neuer Zoll-Drohungen aus den USA die Reißleine gezogen.

Diesmal stand nicht nur China im Fadenkreuz.

 

Frankfurt zieht wieder an
Nach den Verlusten an den Börsen der Welt vom Vortag geht es zuletzt wieder aufwärts: Der DAX legte am Dienstagmorgen 0,7 Prozent zu auf 13.060 Zähler. Am gestrigen Montag hatte der deutsche Leitindex den Handel noch fest begonnen, um dann zusammen mit der Wall Street nachzugeben.

Der DAX rutschte erstmals seit Anfang November wieder unter die Marke von 13.000 Zählern. Der amerikanische Angstindikator VIX zog um 18,15 Prozent an auf 14,91 Punkte.

 

Angst vor dem globalen Handelskrieg
Die Kurse gingen in die Knie, weil die Anleger einen globalen Handelskrieg befürchteten. So kündigte US-Präsident Donald Trump via Twitter Strafzölle auf argentinischen und brasilianischen Stahl und Aluminium an. Washington wirft den beiden lateinamerikanischen Staaten vor, ihre Währung zu manipulieren, um die Exporte zu stützen. Kurz danach bezeichnete die amerikanische Regierung die französische Digitalsteuer als „diskriminierend“ gegenüber großen amerikanischen Internet-Konzernen.

Daher stehen nun Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf französische Importe im Wert von rund 2,4 Milliarden Dollar im Raum.

Da sind wir doch gespannt auf die News vom NATO-Gipfel.

 


 

Die Causa China
Und dann war da noch China. Nicht nur die oben beschriebenen neuen Zölle verstärkten die Anleger in ihrer Skepsis, dass es vielleicht doch nichts wird mit Phase 1. Denn zum einen verkündete die zur kommunistischen Partei gehörende „Global Times“, dass China bald eine „unreliable entity list“ vorbereite, also eine Liste unerwünschter US-Firmen und Personen.

Ferner bekräftige US-Handelsminister Wilbur Ross im Gespräch mit Fox News, dass es allein an China liege, ob es noch in diesem Jahr einen Zoll-Deal geben werde oder nicht. Falls sich Peking sträube, würden in jedem Fall zum 15. Dezember die Strafzölle erhöht.

China will aber unbedingt, dass vor einem Deal alle bestehenden Zölle zurückgenommen werden – womit aber die USA ihr effektivstes Zwangsmittel aus der Hand legen würden.

 

Gemischte Tendenz in Asien
Im Reich der Mitte griffen die Schnäppchenjäger am Dienstag zu: Der CSI-300 kletterte um 0,4 Prozent auf 3.851 Zähler. In Tokio rutschte dagegen der Nikkei-Index um 0,6 Prozent auf 23.379 Punkte ab.

 

New York unter Schock
Angesichts der gestrigen News schloss der Dow Jones Industrial mit minus 1,0 Prozent bei 27.783 Punkten und damit nur knapp über seinem Tagestief. Der S&P 500 verlor 0,9 Prozent auf 3.113 Zähler. Der Nasdaq Composite rutschte um 1,1 Prozent auf 8.568 Punkte.

 

Das bringt der Tag
Der Terminkalender bringt am Dienstag nur wenig wirklich bedeutende Events.

 


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