Deutsche Werkauftragsdaten überraschten den Markt

ThinkMarkets:

Im Monatsvergleich haben die deutschen Werkauftragsdaten ein sehr solides Bild für den Wirtschaftsmotor der Eurozone gestaltet. Die veröffentlichte Zahl stieg auf den besten Level seit Juli 2014 an. Dies zeigt, dass die schwächere Währung dem Land geholfen hat, das Jahr zu einem Höhepunkt abzuschließen. Ferner bleibt der massive Handelsüberschuss des Landes nach wie vor ein Streitthema.

In Europa ist der Optimismus über die am Freitag veröffentlichten US Nonfarm Payrolls am Verblassen. Der von diesen ausgelöste Impuls war genug um den Dow Jones zurück über die 20 tausender Marke zu heben. Die Zahl war beeindruckend, aber die Basisfaktoren lösten Besorgnis unter einigen Investoren aus. Ein düstereres Bild wurde von der Arbeitslosenrate gezeichnet, die stark anstieg. Zudem konnte die Durchschnittszahl der Stundenlöhne nicht beweisen, dass Löhne die Fähigkeit haben, mit der Inflation schrittzuhalten. Zuletzt sank außerdem die Beteiligungsnummer.

Aufgrund dessen haben Trader den Dollarindex gegen den Währungskorb gesenkt und schlossen sogar noch niedriger in der vierten aufeinanderfolgenden Woche. Donald Trump möchte einen niedrigeren Dollar, und hat anderen Staaten vorgeworfen, ihre Währungen zum Zwecke eines Wettbewerbsvorteils zu manipulieren. Er ist der Meinung, dass es an der Zeit ist den Dollar mit Richtlinien zu unterstützen, die die Währung schwächen. In Bezug auf die Zinssätze hat die Anzahl der Arbeitsplätze die am Freitag veröffentlicht wurde, die Argumente für die Fed geschwächt, den Zinssatz im März anzuheben. Dennoch besteht noch immer eine Chance auf zwei, wenn nicht sogar drei weitere Zinssatzanstiege.

Es gibt zwei vorherrschende Arten an Trades, die aktuell von Tradern ausgeübt werden. Die erste ist der Reflationshandel, der die meiste Aufmerksamkeit von Investoren erlangt, während der Optimismus hoch ist. Die zweite ist auf Enttäuschung fokussiert, wenn Investoren ihre Zweifel über Donald Trumps Pläne über Steuerpolitik und Bankwesen zeigen, die laut Manchen eine weit längere Verspätung als erwartet haben könnten. Der Dollarindex hat zum Beginn des Jahres 2017 seinen Höhepunkt in knapp 14 Jahren erlebt. Dies wurde vom Optimismus angetrieben, dass die Fiskalausgaben die Wirtschaft stärken würden.

Im Vereinigten Königreich liegt der Schwerpunkt auf der Auslösung des Artikel 50. Einige Parlamentsabgeordnete warten vor dessen Abschluss im House of Lords am Mittwoch sehnsüchtig auf die Möglichkeit, Abänderungen daran vorzunehmen. Die größte Gefahr ist, dass eine Verspätung Theresa Mays Plan Artikel 50 bis Ende März auszulösen, aus der Bahn werfen könnte. Dies könnte also neue Volatilität für den Sterling bringen.

Autor: Naeem Aslam

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