Dividenden: DAX-Unternehmen vor neuem Rekord in 2018

  • Rekordausschüttungen im DAX erwartet
  • Dividendenstarke Aktien interessanter Baustein im Depot
  • Bei der Auswahl nicht nur Dividendenrendite betrachten

maxblue: Im vergangenen Jahr haben die 30 DAX-Konzerne erstmals mehr als 32 Milliarden Euro an ihre Anleger ausgeschüttet – und der nächste Rekord ist bereits in Sicht: Aktuell erwarten Analysten für 2018 Dividendenzahlungen von mehr als 34 Milliarden Euro. Das wäre eine Steigerung von rund 6% im Vergleich zum Vorjahr. Dabei steht das Wachstum auf einer breiten Basis: Angesichts des derzeitigen globalen Konjunkturaufschwungs werden voraussichtlich 26 der 30 DAX-Unternehmen ihre Ausschüttungen steigern können.

Dividende ist gut – aber nicht alles
Anziehende Dividenden sind für ausschüttungsorientierte Anleger mit entsprechender Risikobereitschaft gerade in Zeiten niedriger Kapitalmarktzinsen eine erfreuliche Nachricht, bilden sie doch eine wichtige Ertragskomponente innerhalb ihrer Anlagestrategie.

Trotzdem sollten Anleger auch bei auf den ersten Blick dividendenstarken Aktien genauer hinsehen, denn neben der Dividende hängt die Gesamtrendite einer Aktie auch von ihrer Kursentwicklung ab (Bewertungsverfahren beim Value Investing).

Vorsicht ist insbesondere bei jenen Unternehmen geboten, deren Dividendenzahlungen zulasten ihrer Substanz gehen, also nicht aus den erwirtschafteten Gewinnen stammen. Bei der Auswahl einer Aktie sollten Anleger daher neben der Kennzahl der Dividendenrendite auch den Nettogewinn der Unternehmen berücksichtigen.

Zykliker aktuell mit höherem Renditepotenzia
Die Deutsche Bank steht Aktien mit hohen Dividenden und Unternehmen mit entsprechenden nachhaltigen Gewinnen grundsätzlich positiv gegenüber. Vom aktuellen Umfeld eines weltweit synchron verlaufenden Wirtschaftswachstums profitieren jedoch vor allem zyklische Unternehmen, deren Geschäftsmodell stark konjunkturgetrieben ist: In Phasen einer sich abzeichnenden Konjunkturerholung entwickeln sie sich überdurchschnittlich gut, während sie im umgekehrten Fall vergleichsweise stark unter Druck geraten. Typischerweise schütten gerade diese Unternehmen geringere Dividenden aus, da größere Anteile der Gewinne für Investitionen genutzt werden.

Trotzdem kann die Gesamtrendite der zyklischen Unternehmen vor dem Hintergrund steigender Kurse höher sein als die von sogenannten „Cashcows“, also großen, etablierten Unternehmen, die aufgrund niedrigerer Investitionsquoten zwar einen größeren Teil ihres Gewinns an die Investoren auszahlen können, gleichzeitig aber ein geringeres Gewinnwachstum verzeichnen. Zumal die leicht steigenden Anleiherenditen seit Jahresbeginn 2018 die relative Attraktivität solcher Dividendenaktien zusätzlich schmälern. Dieser Effekt könnte sich in Zukunft noch verstärken, wenn beispielsweise die Zinserträge von Staatsanleihen sehr guter Bonität höher ausfallen sollten als die erwarteten Dividendenzahlungen.

Eine Frage des Risikos
Im aktuellen Umfeld gehören zyklische Aktien daher zu den präferierten Sektoren der Deutschen Bank für entsprechend risikobereite Anleger. Gleichzeitig können dividendenstarke Aktien für Anleger, die großen Wert auf regelmäßige Erträge legen, langfristig betrachtet ein interessanter Baustein ihrer Vermögensanlage bleiben.

 

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